Event zur Wintersonnenwende : Gut besuchtes Elbe-Winterfest

Organisatoren möchten das Event zur Wintersonnenwende am Leben erhalten und direkt nach Lenzen verlegen

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29. Dezember 2013, 21:30 Uhr

Auch wenn das Elbe-Winterfest bei seiner neunten Auflage in abgespeckter Form vonstatten ging, pilgerten doch zahlreiche Besucher am späten Freitagnachmittag peu á peu an den Lenzener Fähranleger. Zum gemütlichen Treffen am Lagerfeuer mit Glühwein, Apfel-Holunderpunsch, Rauch- und Bratwurst oder Quarkbällchen hatte der Tourismus- und Kulturverein Lenzen (TKL) eingeladen. Am Ende mögen es doch einige hundert Gäste gewesen sein, die sich am Elbufer vergnügten.

Mit dabei waren Kurt und Marianne Wilke aus Seedorf. „In den Vorjahren hatten wir nie Zeit für einen Abstecher hierher. Diesmal haben wir das Weihnachtsfest zu Hause verlebt und wollten nach den Feiertagen mal ’raus, den einen oder anderen Bekannten treffen, ein bisschen klönen und einen Glühwein trinken“, gab das Ehepaar als Grund für seinen Bummel an die Elbe an.

Auch für Peter Brednadczek aus der Nähe von Berlin war der Besuch am Fähranleger eine Premiere. „Wir machen gerade Urlaub hier in der Prignitz. Das Winterfest ist doch eine schöne Sache. Man ist an der frischen Luft und kann das Jahr sachte ausklingen lassen.“

Von der 2004 entstandenen Idee, die Wintersonnenwende länderübergreifend mit den niedersächsischen Nachbarn auf der anderen Seite der Elbe gemeinsam mit Kulturangeboten zu feiern, bleibt im Laufe der Jahre nicht mehr viel übrig. Führungen auf der Burg, die naturkundlichen Exkursionen mit großen Kanus auf der Elbe oder die abschließende Party im niedersächsischen Pevestorf gehören der Vergangenheit an. „Nach und nach haben sich der Trägerverbund Burg Lenzen und der Kanuverein Gartow als Mitorganisatoren ausgeklinkt“, sagt TKL-Vorsitzender Rolf Fastnacht. „Für den niedersächsischen Organisator waren die Kanutouren auf der Elbe von Schnackenburg bis zur Endstation am Fähranleger mit Fackeln und so zu viel Spektakel. Er wollte weniger Party“, wirft Mitstreiter Torsten Wagner ein. „Schade eigentlich, die Touren haben schon Spaß gemacht.“

Die geführten Kanu-Exkursionen gibt es scheinbar aber immer noch, denn kurz vor Sonnenuntergang tauchten fünf große Mannschaftskanadier mit zahlreichen Paddlern an Bord im Lenzener Hafen auf, grüßten die verdutzten Winterfestbesucher kurz und setzten ihren Weg weiter elbabwärts fort. Warum die Kanuten nicht einen Zwischenstopp an Land einlegten, wird ihr Geheimnis bleiben.

Aber auch das große Feuer auf der Lenzener Elbseite ist mittlerweile deutlich kleiner geworden. „Das mussten wir aus Sicherheitsgründen so machen. Es war starker Wind angesagt und wir wollten Erichs Haus ja nicht abfackeln“, lächelt Fastnacht mit Blick auf das nahe gelegene Wohnhaus von Fährmann Erich Butchereit.

Auch wenn der Besucheransturm, gerade von Gästen aus dem Landkreis Lüchow-Dannenberg, fast vollständig verebbt ist, wollen die Lenzener das Wintersonnenwendfest auch künftig am Leben erhalten. „Wir haben schon diskutiert, ob wir das Fest nicht direkt nach Lenzen verlegen“, erzählt Rolf Fastnacht. „Für viele Besucher ist der Weg hier ’raus zur Elbe doch ein wenig zu weit.“ Als Standort favorisieren die Veranstalter den Burgpark. „Wir werden uns demnächst mit den Burg-Betreibern zusammensetzen“, hofft auch Torsten Wagner auf den Wiedereinstieg des BUND bei der Organisation des von ihm einstmals selbst mitinitiierten Winterfestes.

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