Grußwort: 20 Jahre Landkreis und Elbeflut im Rückblick

Grußwort des Kreistagsvorsitzenden und des Landrates zum Jahreswechsel 2013/2014

svz.de von
31. Dezember 2013, 00:33 Uhr

Mit einem Grußwort zum Jahreswechsel wenden sich Kreistagsvorsitzender Dr. Ulrich Gutke und Landrat Hans Lange an die Öffentlichkeit. „Wir alle wissen, dass ein Jahreswechsel kein Neustart ist. Dennoch verbinden wir bestimmte Erwartungen mit dem neuen Jahr, und wir wünschen Ihnen, dass Ihre Hoffnungen und Wünsche in Erfüllung gehen mögen“, heißt es u. a. im Grußwort.

Seit der Gründung des Landkreises Prignitz seien 20 Jahre vergangen. Am 5. Dezember 1993 wurde der erste Kreistag Prignitz gewählt, 50 Abgeordnete nahmen ihre Arbeit auf. „Diese Arbeit war … geprägt von Erfolgen, wenn auch viele Vorhaben nicht so umgesetzt werden konnten, wie man es sich gewünscht hätte“, so Gutke und Lange. Betriebe seien „abgewickelt“ worden, etliche Prignitzer hätten ihre Heimat verlassen, um sich woanders Arbeit zu suchen. „Wir lernten, was Demokratie eigentlich bedeutet und auch, uns in der neuen Zeit zu behaupten. Begriffe wie Arbeitsmarkt, demografischer Wandel oder Haushaltskonsolidierung waren uns bis dato fremd. Wir mussten begreifen, dass der strukturelle Wandel in unserer Region Zeit braucht und bis heute nicht abgeschlossen ist.“

Aber inzwischen gebe es wieder gute Möglichkeiten, in der Prignitz zu arbeiten und zu leben. Viele Betriebe klagten schon über Fachkräftemangel. Jugendliche, die heute die Schule verließen, hätten ganz andere Chancen als noch vor zehn Jahren. „Wir müssen alles tun, damit sich die wirtschaftliche Entwicklung in den kommenden Jahren stabilisiert. Unsere zentrale Lage und die infrastrukturelle Einbindung in den norddeutschen Raum sind Vorteile, die wir nutzen müssen.“

Um die weitere Entwicklung auf eine breite Basis stellen zu können, bitten Lange und Gutke eindringlich alle Bürger, sich an den Wahlen 2014 zu beteiligen. Gewählt werden u. a. Stadtverordnete und Gemeindevertreter, die Mitglieder des Kreistages und nicht zuletzt der neue Landrat. Vor allem junge Leute seien gefragt, die Geschicke in ihren Heimatorten oder auch im Landkreis mitzubestimmen.

Hochwasser habe den Landkreis auch 2013 wieder in Atem gehalten. „Wir können nicht nur immer mehr und höhere Deiche bauen, wir müssen wieder lernen, mit der Natur zu leben. Vorerst hat der Deichbau besondere Priorität und wir hoffen, dass im neuen Jahr der Bau des Abschnittes bei Breese beginnen kann und andere Objekte vollendet werden.“ Beeindruckend seien wieder einmal der Zusammenhalt und die Solidarität unter den Menschen in Krisensituationen gewesen. „Wir danken an dieser Stelle nochmals allen Bürgern, die in diesen Tagen mithalfen die Flut einzudämmen – freiwillig und ohne zu fragen, welchen Vorteil sie davon haben.“

Hans Lange und Ulrich Gutke wünschen allen Prignitzern in ihrem Grußwort ein glückliches Jahr 2014.

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