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Lehrerpreis für Pritzwalker Pädagogin : Großes Lob aus der „bunten Klasse“

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Schüler des Goethe-Gymnasiums nominierten Manuela Scheifhacken: Sie erhielt den brandenburgischen Lehrerpreis für ihr Engagement

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erstellt am 13.Mai.2016 | 04:45 Uhr

Bis Ende April wusste sie nichts von ihrem Glück – Schüler und Lehrerkollegium hielten dicht: Manuela Scheifhacken war völlig überrascht davon, dass sie für den brandenburgischen Lehrerpreis nominiert wurde. „Vor allem aber war ich gerührt von dem, was in der Bewerbung formuliert wurde“, sagt die Pädagogin. Noch bis kurz vor der Prämierung, die am Montag in der Potsdamer Staatskanzlei stattfand, war sie davon überzeugt, dass vermutlich doch eine der beiden anderen nominierten Lehrerinnen das Rennen machen würde und nicht sie. Dabei kommt man am Lob, das sie von ihren Schülern erhält, wirklich nicht vorbei.

Wie eine Mutter sei sie speziell für ihre Klasse, die 9a am Pritzwalker Goethe-Gymnasium. Darüber hinaus stets ansprechbar, auch außerhalb der Unterrichtszeiten und auch für Probleme, die nicht unbedingt schulischer Natur sein müssen, sagen ihre Schützlinge. Sie fühlen sich von der 54-Jährigen auf jeden Fall gut und individuell betreut, und die Lehrerin gibt das Lob an ihre „bunte Klasse“ zurück: 21 Mädchen und neun Jungen, mehrere Nationalitäten. „Es ist eine tolle Klasse, die nicht nur sozial gut funktioniert, sondern darüber hinaus auch noch leistungsstark ist“, freut sich Manuela Scheifhacken. Dass das zu einem großen Teil mit Sicherheit ihr Verdienst ist, sagt sie nicht. „Ich spreche nicht so gern über mich, ich mache lieber“, charakterisiert sich die Lehrerin selbst.

Nach dem Abitur in Neustrelitz studierte Manuela Scheifhacken, die aus einer Lehrerfamilie stammt, in Dresden Mathematik und Geografie. Lehrerin, das war ihr Traumberuf und ist es auch heute noch, nach 32 Jahren im Schuldienst, wie sie selbst sagt. Gemeinsam mit ihrem Mann ging es nach dem Studium, 1984, zunächst nach Wittenberge, weil er hier im Nähmaschinenwerk als Informatiker in den Job einstieg. Die Allendeschule, heute Elblandschule, war ab dann die berufliche Heimat von Manuela Scheifhacken. Bis vor rund zehn Jahren, als ihre Versetzung ans Goethe-Gymnasium nach Pritzwalk erfolgte. Ihr Mann ist inzwischen im Finanzamt Kyritz tätig.

Die Familie entschied sich, nach ihrem Wegzug aus Wittenberge, ihren Lebensmittelpunkt nach Kyritz zu verlagern. Der Nähe zu ihren Schülern tut das allerdings keinen Abbruch, es gibt Telefon und E-Mail. „Nicht nur die Schüler, sondern auch alle Eltern haben den direkten Draht zu mir. Das ist für mich selbstverständlich“, so Scheifhacken. Ebenso, wie das Engagement in der Schule, wo sie in der Schulkonferenz und im Lehrerrat aktiv ist, am Schulprogramm mitschrieb, Konzepte erarbeitet. Zeit, die sie gern aufwendet, sagt die Pädagogin. „Ich glaube, ich bin auch ganz gut im Organisieren und in der Gesprächsführung“, kommt es bescheiden hinterher. „Ich bringe mich eben gern ein, wo ich kann. Ich war schon immer so. Und: Ich liebe Kinder“, fügt sie noch hinzu. Selbst hat sie zwei Töchter und einen Sohn – ebenfalls Lehrer – sowie bereits sieben Enkelkinder. Ihr ganzer Stolz. Ausgleich findet sie bei Hand- und Gartenarbeiten sowie beim Lesen. Ob sie dann auch wirklich überhaupt keinen Gedanken in Richtung Schule schweifen lässt? Eher unwahrscheinlich.

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