Großes Gemeinschaftskonzert

Noch ohne Instrumente und Konzertkleidung: Das sinfonische Orchester der Kreismusikschule Prignitz vor den ersten Proben zu „Carmina Burana“.
Noch ohne Instrumente und Konzertkleidung: Das sinfonische Orchester der Kreismusikschule Prignitz vor den ersten Proben zu „Carmina Burana“.

Kreismusikschulen Prignitz und Ludwigslust-Parchim bereiten „Carmina Burana“ für den September vor

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14. Februar 2018, 10:33 Uhr

„Als ich mir vor langer Zeit eine Aufführung auf der Freilichtbühne in Meyenburg ansah, war das für mich der Anstoß, hier auch einmal etwas mit der Musikschule aufzuführen“, sagt Musikschullehrer Axel Gliesche über seine Idee zur Aufführung von „Carmina Burana“.

Mit der Entscheidung für dieses populäre Orchesterwerk von Carl Orff war auch klar, dass es nicht allein von der Musikschule Prignitz zu stemmen sei. „Unser sinfonisches Orchester hat zirka 35 Musiker“, so Axel Gliesche. „Für die Carmina Burana benötigen wir jedoch zirka die doppelte Anzahl.“ Durch das zehnjährige Zusammenwirken bei den „Musikalischen Grenzgängen“, dem Pampiner Musikpreis, war mit der Kreismusikschule „Johann Matthias Sperger“ Ludwigslust-Parchim der Kooperationspartner des Orchesterparts schnell gefunden. Während Axel Gliesche in der Prignitz die Fäden in der Hand hält, macht dies der stellvertretende Schulleiter Maik Pönisch im Mecklenburgischen.

„Im Orchester spielen fast ausschließlich Schüler“, so Gliesche. „Wir haben uns jedoch darauf verständigt, dass in jeder Stimme eine Lehrkraft den jungen Musikern unter die Arme greift.“ Den Taktstock wird Axel Gliesche bei den Aufführungen nicht führen. „Den gebe ich an Steffen Tast, 1. Violinist des Rundfunksinfonieorchesters Berlin, ab“, sagt der Musikpädagoge.

Birgit Bockler ist nicht nur Gesangslehrerin an der Kreismusikschule Prignitz, sondern sie leitet auch mit Christian Reishaus das Ensemble Wilsnack Cantabile. So wird sie mit diesem Chor und einem Kinderchor, der sich aus ihren Musikschülern und Grundschülern der Region zusammensetzt, den Gesangspart übernehmen. Aus dem Chor kommen auch die Solostimmen, eine davon wird Birgit Bockler selbst übernehmen.

Es ist für alle eine große Herausforderung, auf die sich die Musikschüler und die Sänger aber freuen und intensiv vorbereiten. Axel Gliesche hebt hervor, dass die Konzertbesucher keine bearbeitete Fassung erleben werden. „Wir spielen die Original-Partitur!“

Die Aufführungen sind am 1. September, Open-Air im Schlosspark Meyenburg, und am 8. September, in der Stadthalle Parchim, jeweils um 18 Uhr. Bis dahin wird an beiden Musikschulen fleißig geprobt. Die nächste gemeinsame Probe ist für den 11. März geplant. Eine weitere wird es im Juni geben bevor unmittelbar vor den Aufführungen die Endprobenphase stattfindet.

Um das Projekt finanzieren zu können, engagieren sich nicht nur die Fördervereine beider Musikschulen, sondern auch zahlreiche Sponsoren sind mit an Bord, freut sich Axel Gliesche über die Unterstützung in der Prignitz und in Ludwigslust-Parchim. Erst jüngst gab es von der Sparkasse Prignitz 4000 Euro für das Projekt.

Die jungen Musiker und die Verantwortlichen beider Musikschulen sind sich sicher, dass sie mit der „Carmina Burana“-Aufführung einen Höhepunkt im Kultursommer 2018 vorbereiten.

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