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Schulsanierung : Großes Atrium und bunte Fenster

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Abschluss der Renovierungsmaßnahmen an der Allende-Grundschule mit Einweihung des neuen Innenraums gefeiert

svz.de von
erstellt am 02.Dez.2015 | 16:47 Uhr

„Gefällt euch eure neue Schule?“, fragt Wittenberges Bürgermeister Dr. Oliver Hermann in die Runde der aufgeregten Kinder. Und „Ja“ schallt es aus vollem Munde. Sieben Monate dauerte die Umbauphase an der Wittenberger Dr.Salvador-Allende-Grundschule, gestern wurde die Schule nach vollständiger Sanierung an Schüler und Lehrer übergeben.

Seit seiner Einweihung im Jahr 1976 hatte der Plattenbau keine grundständige Sanierung erfahren. Wo vorher bei diesem typischen Schulbaumodell im Erdgeschoss Fenster und Türen zum Innenhof waren, sind nun Durchbrüche zu den Fluren, so dass der Charakter eines Atriums unterstrichen wird. Außerdem musste der vormalige Innenhof überdacht werden. Elf Meter hoch ist der würfelförmige Raum, der jetzt für viele Veranstaltungen zur Verfügung steht. Zur Eröffnung unterhielten Schülerinnen der 5. Klasse die Gäste gleich mit einer kleinen Tanzeinlage.

Geplant haben die Baumaßnahmen das Schweriner Architekturbüro Roland Schulz sowie das Büro Müller und Kantor aus Wittenberge. Die reinen Baukosten liegen bei 1,2 Millionen Euro. Dabei konnte die Stadt auf Fördermittel aus dem Stadtumbau-Ost zurückgreifen. 80 Prozent der Finanzen kommen vom Land, vom Bund und der Kommune. Und es wurde mit den Geldern eine ganze Menge getan. 255 Fenster wurden ausgetauscht, die Außenwände im Wärmedämmverbundsystem verkleidet, das Dach wurde neu gedeckt und das Haus farblich komplett neu gestaltet.

Schulleiter Torsten Grabau ist entzückt von dem Ergebnis. „Für uns ist das natürlich ganz toll. Im Vergleich zu vorher sind hier ganz viele Dinge passiert. Es sind ja nicht nur neue Fenster und eine neue Fassade, die uns im Sommer vor der Hitze schützen, was wirklich ein großes Problem war.“ Auch im Winter spiele die neue Dämmung energetisch eine ganz große Rolle weil sie dafür sorge, dass es drinnen schön warm bleibt. „Das Allerschönste ist natürlich das Atrium, wo wir Veranstaltungen, aber auch Pausen machen werden, wenn wir nicht ’rausgehen können“, so Grabau. Statt einer symbolischen Schlüsselübergabe von der Stadt an die Schule hatte der Schulleiter einen goldenen Hammer dabei, den er an den Bürgermeister überreichte. „Den können Sie vielleicht für künftige Schulbauprojekte noch gebrauchen.“

Obwohl in letzter Zeit immer mehr Wohnblöcke rund um die Schule abgerissen werden, stellt sich die Frage, ob sich der Sanierungsaufwand lohnt, für den Schulleiter nicht. „Wir haben in den nächsten Jahren auf alle Fälle einen Anstieg der Schülerzahlen. Es kann sogar so sein, dass wir im nächsten Jahr noch eine zusätzliche Klasse aufmachen müssen. Die nahe Zukunft sieht da sehr rosig aus. Wie es in 20 bis 30 Jahren aussieht, wissen wir natürlich nicht.“

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