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Der Prignitzer

20. September 2017 | 18:41 Uhr

Feuerwehr : Großer Tag für kleine Blauröcke

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Freiwillige Feuerwehr Berge gründete wieder eine Jugendwehr. Im Amt Putlitz-Berge nun mittlerweile zehn Nachwuchswehren.

von
erstellt am 12.Sep.2017 | 12:00 Uhr

„Es ist cool, weil man auch mal mit Wasser rumspritzen kann. Wir haben schon immer gefragt, wann es nun endlich losgeht“, erzählte Nele. Und am Sonnabend kam endlich der große Tag. Die Freiwillige Feuerwehr Berge hob im Rahmen ihres Tags der offenen Tür offiziell ihre neue Jugendwehr aus der Taufe. Sechs Steppkes im Alter zwischen sechs und zehn Jahren sind dabei. Im Juni, Juli warben die Kameraden in der Kita und auch in der Grundschule bei Projekttagen für ihr Anliegen, eine Jugendwehr wieder ins Leben zu rufen. Bis Ende der 90er Jahre gab es in Berge Nachwuchsblauröcke.

Nun ist es wieder soweit. „Wir lassen uns überraschen, was auf uns zukommt“, meinten die Mädchen und Jungen keck. Mit Merle, Jule, Pia und Nele sind die Mädchen neben Nico und Knut noch in der Überhand. Aber alle Kinder, die allesamt auch aus Berge kommen, sind sich einig: „Wir freuen uns drauf.“ Und ganz stolz präsentierten sie ihre Einsatzbekleidung aus Hose und Jacke, Helme gab’s natürlich auch schon. Da hatte das Amt Putlitz-Berge unter die Arme gegriffen. Und die Gemeinde steuerte noch 500 Euro bei. So konnten schon mal einheitliche T-Shirts und Basecaps angeschafft werden.

„Wir wollen klein anfangen, die Kinder auch spielerisch an die Feuerwehr heranbringen: Oder auch mal einen Ausflug zur Flughafenfeuerwehr nach Hamburg machen“, sagt Falko Dierke, der neue Jugendwart, der seit 2009 aktives Mitglied in der FFw Berge ist. Er bedankt sich bei allen Partnern für die Geld- und Sachspenden, damit dieses Projekt in die Tat umgesetzt werden konnte. Und es fügt sich hervorragend in das Motto: „Dorf hat Zukunft“. Da hat Berge am 18. September um 14 Uhr seinen großen Auftritt, wenn die Jury des Wettbewerbs sich das Dorf ansehen will.

Ihren ersten großen gemeinsamen Auftritt haben die Berger Nachwuchsblauröcke dann am 14. Oktober beim Amtsjugendfeuerwehrtag in Berge. „Bis dahin wollen wir schon ein bisschen üben“, sagt Falko Dierke augenzwinkernd. Er weiß, dass die neue Aufgabe eine Herausforderung wird, die Kinder immer wieder aufs Neue für die Sache zu begeistern. Und über Zuwachs wäre er in der Zukunft dankbar. Man müsse ja nicht nur die Kinder dafür begeistern, sondern auch die Eltern. Dierke betont aber: „Wir wollen hier in Berge keine Konkurrenz aufbauen.“ Denn Berger Kinder sind schon in Pirow bei der Feuerwehr und sollen dort auch bleiben. Das habe ja auch mit Schulfreundschaften etwas zu tun. „Seit zwei, drei Jahren zieht die Beteiligung in den Jugendwehren im Amt wieder an. Wir haben zehn Jugendwehren mit insgesamt etwas über 100 Kindern“, sagte Amtswehrführer Christian Reisinger,

Selbstverständlich hat die Neugründung der Jugendwehr auch damit zutun, dass daraus später Kameraden in den aktiven Dienst übernommen werden können. Die Berger Wehr um ihren Wehrführer Heiko Hildebrandt zählt 18 aktive Mitglieder und sie hätten ebenso wenig etwas gegen Zuwachs wie Falko Dierke bei den Kleinen.

Wie einsatzkräftig die Berger Kameraden sind, zeigten sie am Sonnabend beim Tag der offenen Tür. Sie simulierten eine Rettungsaktion nach einem Autounfall. Hier arbeiten die Berger mit den Kameraden aus Neuhausen zusammen, die über die notwendige Technik wie ein modernes Schneid- und Spreizgerät verfügen. „Nicht jede Wehr kann alles haben. Wir sind aber mit unserem TLF 24/16 und Mannschaftstransportwagen mit TSA gut ausgerüstet. Wir können unsere Aufgaben erfüllen“, sagt Hildebrandt. Und dem Wehrführer lag am Sonnabend etwas auf dem Herzen. „Wir haben kurzfristig beschlossen, eine Sammelaktion für die Hinterbliebenen der verstorbenen Kameraden aus Kloster Lehnin bei dem tragischen Unfall auf der A2 zu machen.“  

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