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Kartoffelmarkt : Großer Bahnhof für die Kartoffel

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Traditionsveranstaltung kehrte auf den Großen Markt zurück und war stark besucht

von
erstellt am 12.Okt.2015 | 12:00 Uhr

Ja er lebt noch: Der Perleberger Kartoffelmarkt zog zurück auf seine frühere Veranstaltungsfläche, den Großen Markt. „Nach meinem Empfinden ist es hier besser als auf dem Schuhmarkt“, sagt einer, der es wissen muss. Detlef Franke, Geschäftsführer der Prignitzer Kartoffelhandel und Fruchtvertrieb GmbH im Berliner Weg, ist nicht nur Kartoffelexperte durch und durch, sondern mit seinem Team auch von Beginn an bei diesen Märkten dabei, also seit kurz nach der Wende. „Es ist ein schöner Markt und wir haben Glück mit dem Wetter“, sagt Franke, während seine fleißigen Mitarbeiterinnen endlos viele Kartoffelpuffer brutzeln, nebenher noch Interessierte über die Knollen informieren. „20 Sorten haben wir dieses Mal mitgebracht – weltweit gibt es ja mehr als tausend, das wissen viele gar nicht“, so Franke.

Die Kartoffel rückte ins Zentrum des Marktgeschehens – die Besucher honorierten das, bevölkerten das große Areal zahlreich. Kartoffelbrötchen hatten Schülerinnen des Gottfried-Arnold-Gymnasiums im Angebot. „Nein, die sind nicht selbst gebacken – im Gegensatz zu unseren vielen Kuchen. Die erhielten wir von der Bäckerei Höfler“, erzählt Mia Le aus der 12. Klasse. Gemeinsam mit Theresia Winter freute sie sich nicht nur über den guten Umsatz für die Abiball-Kasse. „Wir haben hier auch Resultate eines Schulprojektes präsentiert, darin ging es um Fairtrade-Kaffee, haben Info-Material verteilt. Die Leute waren sehr interessiert“, so Mia Le.

Als guter Ort für Events zeigte sich einmal mehr der Große Markt. Auf den Schuhmarkt war man zuvor umgezogen, um näher an den Einzelhändlern im Umfeld zu sein – die allerdings die Ladenzeiten nicht dem Marktgeschehen angepasst hatten, also die Geschäfte nicht länger öffneten. Einen Versuch war es Marktbetreiber Bernd Gellesch dennoch wert gewesen. Dass der Kartoffelmarkt auch in sich funktioniert, war Samstag zu sehen. Detlef Franke hatte, ebenso wie andere Befragte, wenig zu meckern, aber einen Wunsch: „Mehr regionale Künstler und Darbietungen. Das wäre wirklich schön.“  

 

 

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