Großeinsatz: Gasgeruch in der Krämerstraße

Die Wehren aus Düpow, Dergenthin, Spiegelhagen, Quitzow, Perleberg und Groß Buchholz waren im Einsatz, dazu Polizei und Rettungsdienst.
Die Wehren aus Düpow, Dergenthin, Spiegelhagen, Quitzow, Perleberg und Groß Buchholz waren im Einsatz, dazu Polizei und Rettungsdienst.

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08. Juni 2012, 11:20 Uhr

Donnerstagnachmittag, 16.45 Uhr: Über Pieper werden alle Perleberger Wehren zum Einsatz in die Krämerstraße gerufen. Gasaustritt in einem Keller, lautet die Alarmierung.
Christine Tavernier, Fotografin im Foto Atelier Ellmenreich, hatte den Gasgeruch wahrgenommen und war der Sache auf den Grund gegangen. „Im Keller konnte ich sehen, dass da was aus der Leitung kommt. Und gerochen habe ich das natürlich auch“, berichtet sie. Im Schlussspurt ist sie hoch, hat sich das Telefonbuch geschnappt und die 112 angerufen.

Wenige Minuten später waren sie auch schon da – Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst – erzählt die junge Frau. „Als ich anrief, dachte ich, da kommt einer und dreht nur den Hahn zu.“ Angesichts der Übermacht an Einsatzkräften kommen ihr Zweifel, ob sie richtig gehandelt hat. „Zumal die Feuerwehr durchgemessen hat und die Geräte nichts angezeigten.“


„Stimmt“, bestätigt Uwe Schleich, zuständig für Feuerwehr und Katastrophenschutz beim Ordnungsamt der Stadt und zugleich auch ein gestandener Blaurock. „Doch unsere Messgeräte reagieren nur, wenn die Konzentration bereits den explosiven Bereich erreicht hat“, sorgt er sogleich für Aufklärung. Abwarten war jetzt angesagt, denn nun war die Reihe an Klaus-Dieter Becker, Mitarbeiter der PVU. Relativ schnell findet er heraus, dass die Gasleitung im Keller defekt war und wahrhaftig Gas austrat. „Die Leitung ist jetzt abgeschiebert und muss nun von einem Fachbetrieb repariert werden.“


Entwarnung für die 56 Kameraden der Feuerwehr, für Polizei und Rettungsdienst. Und damit konnte auch der Verkehr wieder rollen. Für knapp 45 Minuten stand die Innenstadt praktisch still, denn großräumig wurde der Bereich abgesperrt.


„Die Fotografin hat genau richtig reagiert“, bescheinigen sowohl der Mitarbeiter des Prignitzer Versorgungsunternehmens wie auch Feuerwehr-Einsatzleiter Thomas Gäde. „Um genau so eine Situation abzuklären, dafür sind wir schließlich auch da. Und uns ist es lieber, die Leute rufen uns einmal zu oft an, als zu wenig. In diesem Fall hat sich der Verdacht zudem auch bestätigt“, betont Thomas Gäde.

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