Karstädt : Großeinsatz bei Kellerbrand

Decken wärmen die geretteten Bewohner. Später gibt es ein Zelt.
Decken wärmen die geretteten Bewohner. Später gibt es ein Zelt.

18 verletzte Personen, ein völlig verqualmter Treppenaufgang und zehn Wohnungen, die erst einmal für eine weitere Nutzung gesperrt wurden. Das ist die vorläufige Bilanz eines Brandes in Karstädt.

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14. Januar 2016, 16:50 Uhr

18 verletzte Personen, 13 konnten nach ambulanter Versorgung aus dem flugs aufgebauten Behandlungszelt entlassen werden, fünf Personen wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung und andere Beschwerden ins Kreiskrankenhaus Perleberg gebracht. Ein völlig verqualmter Treppenaufgang und zehn Wohnungen, die erst einmal für eine weitere Nutzung gesperrt wurden. Das ist die Bilanz eines Kellerbrandes in einem Kartstädter Wohnblock in der Straße der Freundschaft.

Entdeckt wurde der Brand gegen 12.15 Uhr. „Ich war gerade zu Hause und wollte nach der Mittagspause wieder los. Da bemerkte ich im Treppenaufgang Brandgeruch und Qualm, habe meinem Sohn gesagt, er möge sofort die Leitstelle der Feuerwehr alarmieren und bin losgejagt zum Feuerwehrgerätehaus”, erzählt Karsten Handschuch – selbst Betroffener und aktiver Feuerwehrmann. Ralf Rabe und Michael Kraatz, Mitarbeiter der SRB Landtechnik GmbH und in ihren Heimatorten Kribbe bzw. Garlin ebenfalls Feuerwehrmänner, hatten den Brand von der Straße aus bemerkt und orderten bei der Leitstelle die Drehleiter der Perleberger Wehr nach.

Diese kam zur Personenrettung an der Straßenfront mehrmals zum Einsatz. Ebenso brachten Feuerwehrleute an der Rückseite des Wohnblocks Steckleitern in Stellung, um über die Balkons Personen zu retten. Weitere betroffene Mieter wurden, begleitet von Feuerwehrleuten und geschützt durch Fluchthauben mit Partikelfilter, über das verqualmte Treppenhaus ins Freie gebracht.

Hier wurden sie von Mitarbeitern des Rettungsdienstes des Landkreises Prignitz sowie Kameraden der alarmierten Wehren weiter versorgt. Der Rettungsdienst baute zudem ein beheizbares Rettungszelt auf, in dem die betroffenen Mieter von zwei Notärzten sowie mehreren Rettungssanitätern behandelt bzw. betreut wurden.

Insgesamt waren 42 Feuerwehrleute aus Karstädt, Blüthen, Dallmin, Nebelin, Premslin/Glövzin und Perleberg im Einsatz, ebenso zahlreiche Mitarbeiter des Rettungsdienstes mit sechs RTW-Fahrzeugen sowie einem Gerätewagen.

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