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Kellerbrand in Perleberger Wohnhaus : Großeinsatz am Bahnhofsplatz

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

60 Feuerwehrleute rückten Sonntagabend wegen eines Kellerbrandes aus / Polizei ermittelt wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung

von
erstellt am 24.Feb.2015 | 08:00 Uhr

Eine Großaufgebot der Feuerwehr bewegte sich Sonntagabend – auf den Tag genau einen Monat nach dem Großbrand in der Berliner Straße 1 – in Richtung Perleberger Bahnhof. Um 18.39 Uhr lief der Alarm am 22. Februar auf: Kellerbrand in einem Mehrfamilienhaus am Bahnhofsplatz 11. Im Einsatz waren 60 Kameraden aus allen Wehren der Stadt, darunter zwölf Atemschutzgeräteträger. Letztere leisteten vor Ort Schwerstarbeit: „Das Spezifische bei Kellerbränden ist, dass wir der Hitze entgegenlaufen müssen. Die Sicht ist gleich null, man kommt nur sehr mühsam vorwärts“, beschreibt Zugführer Uwe Schleich, der den Einsatz am Sonntagabend leitete, die Problematik. Dennoch hatten die Helfer das Feuer bereits nach etwa einer halben Stunde unter Kontrolle. Parallel zu den Löscharbeiten wurde das Haus abgesucht, dazu kam auch die Drehleiter zum Einsatz. Dort, wo es ging wurde von außen in die Wohnungen hineingeleuchtet um festzustellen, ob sich noch Personen darin aufhalten. Laut Polizeidirektion Neuruppin gibt es drei Mietparteien im Haus. Ein junger Mann konnte sich durch den stark verrauchten Flur selbst ins Freie retten, weitere Bewohner befanden sich zum Zeitpunkt des Brandes nicht im Haus.

Gegen 20.30 Uhr war der Einsatz beendet. Zuvor mussten Möbel und Matratzen aus dem Keller gezerrt werden. Das im Keller befindliche Mobiliar sei eindeutig Ausgangspunkt des Feuers gewesen, wie Toralf Reinhardt, Sprecher der Neuruppiner Polizeidirektion, gestern informierte. Die Kriminalpolizei begann noch in der Nacht mit den Untersuchungen zum genauen Hergang, vernahm vier Zeugen. „Wir ermitteln wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung“, so Reinhardt auf Nachfrage unserer Redaktion. Hinweise auf einen konkreten Verdächtigen gebe es aber noch nicht. Eine Person, die zur Zeit des Brandes an einer Wohnung geklingelt und dann weggelaufen sein soll, konnte nicht dingfest gemacht werden. Die Ermittlungen laufen noch. Der Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf rund 20 000 Euro. Die Wohnungen sind laut Polizei wegen der Rauchentwicklung vorerst nicht bewohnbar.

 

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