Wirtschaft : Große Halle für große Aufträge

Noch herrscht Leere im Rohbau der neuen Halle. Die Geschäftsführung von Lau Förderanlagen, die RWK-Bürgermeister und Wittenberges Wirtschaftsförderer wirken darin regelrecht verloren.
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Noch herrscht Leere im Rohbau der neuen Halle. Die Geschäftsführung von Lau Förderanlagen, die RWK-Bürgermeister und Wittenberges Wirtschaftsförderer wirken darin regelrecht verloren.

Lau Förderanlagen GmbH baut im Industriegebiet an der B 189 / Umzug der Produktion von Lanz nach Wittenberge Ende des Jahres

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14. Juli 2015, 12:00 Uhr

Von 400 Quadratmeter auf 2200: Die neue Produktionsstätte der Lau Förderanlagen GmbH aus Lanz, die derzeit im Wittenberger Gewerbegebiet an der B 189 entsteht, zeugt von den ambitionierten Plänen des Unternehmens.

„Der Entschluss, hier in Wittenberge zu investieren, hatte ganz praktische Gründe“, sagt Martin Henke, gemeinsam mit seinem Vater Wilfried Geschäftsführer des Unternehmens. Im Jahre 1956 gegründet, hat sich der Betrieb auf die Fertigung von Förderanlagen für verschiedenste Branchen wie Nahrungsmittel- und Tierfutterindustrie, die Holzverarbeitung und Papierherstellung, die Abfallwirtschaft und die Baustoffindustrie spezialisiert.

„Die Kapazitäten am Stammsitz in Lanz reichen für den Umfang unserer Aufträge nicht mehr aus. Unsere Kunden erwarten Qualität und Termintreue, und da kommen wir in Lanz seit einiger Zeit an die Grenze des machbaren“, sagt Martin Henke. Problematisch sei vor allem, dass der Standort Lanz für Lieferanten schwierig zu erreichen sei und zudem durch eine Straße geteilt wird. „Da im Winter mit dem Stapler Material durch den Schnee zu fahren ist keine angenehme Angelegenheit.“

Ab Ende des Jahres soll sich die gesamte Produktion in Wittenberge konzentrieren. „Mit dem Umzug werden auch neue Maschinen angeschafft, so planen wir die Installation einer Glasperlenstrahl- und eine Lackieranlage sowie neue Drehmaschinen“, sagt Martin Henke. Die gesamte Investition bewege sich im siebenstelligen Bereich. Zu den bisher 15 Mitarbeitern kämen voraussichtlich ein bis zwei neue dazu.

Bürgermeister Dr. Oliver Hermann begrüßte die Firma Lau in Wittenberge und damit innerhalb des regionalen Wachstumskerns Perleberg-Wittenberge-Karstädt. „Es ist immer wieder schön, wenn man sieht, wie eine Firma aus der Region wächst und mit ihren Produkten auch international gefragt ist.“ Hermann dankte zudem Wittenberges Wirtschaftsförderer Christian Fenske, der die Ansiedlung intensiv betreut habe und dem Landkreis für das zügige Baugenehmigungsverfahren.

Auch Henke lobte die Zusammenarbeit mit der Stadt, betonte aber, dass auch sein Unternehmen auf die A 14 setze, um für Lieferanten und Kunden besser erreichbar zu sein. Weiterhin sei auch das Thema Internetanbindung nach wie vor in der Diskussion. „Wenn wir von Kunden Pläne für Anlagen bekommen oder selber welche verschicken, dann sind das enorme Datenmengen, für die schnelle Verbindungen obligatorisch sind. Wir brauchen mehr Kapazität.“

Die Stadtverwaltung bestätigte, dass es dazu noch in dieser Woche Gespräche geben werde. „Wir überlegen sogar, in dieser Sache mit den Stadtwerken aktiv zu werden und selbst für einen Anschluss mit mehr als 100 Megabit pro Sekunde zu sorgen.

Lutz Lange, Geschäftsführer der Wirtschftsinitiative Westprignitz, betonte, wie gut sich das Gewerbegebiet entwickelt habe. „Heute ist das Areal ein attraktiver Standort mit starken Unternehmen. Das war vor knapp zehn Jahren so noch nicht abzusehen.“

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