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Immobilienverkauf : Groß Pankower Bahnhof versteigert

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Gebürtiger Inder ist neuer Besitzer / Er erwarb die Immobilie für 12 500 Euro

Am vergangenen Freitag wurde das Groß Pankower Bahnhofsgebäude in Berlin vom Auktionshaus Karhausen versteigert. Wie die Zeitung „Berliner Morgenpost“ berichtet, ist der gebürtige Inder Inderjit Chauhan Singh der neue Besitzer der Immobilie. Er sei der einzige Bieter gewesen und habe den Zuschlag zum Startpreis von 12 500 Euro erhalten.

Mehr als 100 Immobilien aus ganz Deutschland kamen Freitagnachmittag unter den Hammer, darunter drei Bahnhofsgebäude aus der Mark, zwei von ihnen liegen an aktiven Bahnstrecken, eines davon ist das in Groß Pankow.

Laut „Berliner Morgenpost“ hatte Inderjit Chauhan Singh eigentlich das kleine Bahnhofsgebäude in Golzow (Potsdam-Mittelmark) im Fokus gehabt. Der Berliner Stadtverkehr verhinderte jedoch eine pünktliche Ankunft des Investors zur Auktion – der Golzower Bahnhof war bereits für 23 000 Euro an den Mann gebracht worden. Der 67-Jährige ist nun dennoch Besitzer eines kleinen Bahnhofs. „Ich habe die Katze im Sack gekauft“, so Chauhan und betrachtet das Bild des Prignitzer Klinkeraltbaus. Wie er im Gespräch mit der „Berliner Morgenpost“ äußerte, gehe er davon aus, dass er 30 000 Euro bestimmt in die Immobilie ’reinstecken müsse, um sie zu sanieren. Allerdings sei dies sein Hobby.

Was man nun mit so einem Bahnhof mache, fragte Laura Réthy von der „Berliner Morgenpost“: Chauhan erklärt, er habe das Gebäude für seine Tochter gekauft. Sie hat ihn darum gebeten, etwas zu ersteigern. „Also ersteigert Papa.“ Und Papa werde sich auch um die Sanierung kümmern, heißt es in der „Morgenpost“ weiter. Der Bahnhof ist derzeit unbewohnt. Im Erdgeschoss wird ein Teil der Räume dienstlich von der Bahn genutzt.

Insgesamt, so die „Morgenpost“, stehen 15 Bahnhöfe aus sechs Bundesländern auf der Auktionsliste. Das niedrigste Mindestgebot liege bei 1000 Euro für den Bahnhof in Mittelschmalkalden (Thüringen), das höchste bei 60 000 Euro für den Bahnhof im Philippsburg (Baden-Württemberg). Zu den Kaufpreisen kämen Courtage und Grunderwerbssteuer hinzu.


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erstellt am 09.Apr.2014 | 08:00 Uhr

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