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Freileitung kommt : Größere Abstände zwischen höheren Masten

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Pläne zur neuen 380-kv-Freileitung den Gemeindevertretern vorgestellt

von
erstellt am 26.Jul.2017 | 05:00 Uhr

Aus dem mecklenburgischen Klüß vom Umspannwerk Parchim-Süd kommend verläuft die bestehende 220-kv-Leitung an Neuhof, Wittmoor, Blüthen und Klockow vorbei durch das Gemeindegebiet Karstädt weiter nach Wüsten-Vahrnow bis zum Umspannwerk Perleberg. Zwischen diesen beiden Umspannwerken verläuft die etwa 18 Kilometer lange 220-kv-Freileitung. Sie ist ein Abschnitt der 196 Kilometer langen Stromtrasse zwischen Güstrow und Wolmirstedt.

Und die 50Hertz Transmission GmbH plant diese zu einer 380-kv-Freileitung auszubauen. Das Vorhaben stellten Dorit Rößler und Rocco Hauschild vom Übertragungsnetzbetreiber den Karstädter Gemeindevertretern vor. Der Neubau der 380-kv-Leitung wird aufgrund des Ausbaus der erneuerbaren Energien notwendig. Da der Strom zum Großteil im Norden Deutschlands produziert wird, muss er in den Süden transportiert werden. Die 220-kv-Leitung habe auch ausgedient, da sie bereits seit 1958 bestehe.

„Unsere Planung geht dahin, dass wir die bestehende Trasse weitestgehend nutzen, aber auch teils die Abstände zu Siedlungen vergrößern wollen“, erklärte Dorit Rößler, die bei 50Hertz für die Öffentlichkeitsbeteiligung Naturschutz und Genehmigungen zuständig ist. Bei Wittmoor allerdings könne der Siedlungsabstand nicht vergrößert werden, da Alternativflächen fehlen. Da die bestehende Trasse weitestgehend genutzt werden kann und soll, wird erst zurück- und dann neu gebaut werden. Werde es währenddessen Beeinträchtigungen bei der Stromversorgung geben, so eine bange Frage. Das verneinten sowohl Dorit Rößler als auch Projektplaner Rocco Hauschild.

Zudem werden höhere Masten gebaut, die von den jetzigen Standorten etwas verschoben werden. Sie werden dann eine Höhe von zwölf Metern haben, jetzt sind es 8,5. „Wenn die Masten höher werden, muss man doch auch an die Landwirtschaft denken. Wir haben sehr viel bei uns im Bereich. Sie müssen da noch mit ihren großen Maschinen lang kommen“, hakte der Kribber Gemeindevertreter Jürgen Gensing nach.

„Die Masten werden zwar höher, aber es werden weniger gebaut, so dass sich die Abstände zwischen den einzelnen vergrößern. Zudem hängen künftig dementsprechend die Leiterseile höher, so dass es für landwirtschaftliche Fahrzeuge zu keiner Behinderung kommt“, erklärt Dorit Rößler. Insgesamt stehen derzeit von Klüß bis Perleberg 55 Masten, die in der Regel einen Abstand zwischen 300 und 500 Metern haben. Wie viele Masten es künftig sein werden, hängt vom Planfeststellungsverfahren ab.

„Wir hoffen, dass wir Ende dieses Jahres mit dem Planfeststellungsverfahren beginnen können und Ende 2018 den Planfeststellungsbeschluss haben“, so Dorit Rößler.  

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