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„Bunter Hund“ wurde 80 : Gratulanten gaben sich die Klinke in die Hand

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Hann-Rainer Texdorf, ehemaliger LPG-, Molkerei- und Zirkusdirektor, feierte am Sonnabend seinen 80. Geburtstag

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erstellt am 22.Feb.2015 | 22:00 Uhr

Bekannt wie ein bunter Hund ist Hann-Rainer Texdorf seit Jahrzehnten. Kein Wunder also, dass es am Sonnabend auf seinem Grundstück in Birkholz zu seinem 80. Geburtstag wie im Taubenschlag zuging. Beste Wünsche, vor allem für die Gesundheit, gepaart mit Blumen, Geschenken und kleinen kulturellen Einlagen, wurden zu Dutzenden überbracht. „Von seinem Humor hat er auf jeden Fall nichts eingebüßt“, bescheinigte Dietrich Carls, Aufsichtsratsvorsitzender der Agrargenossenschaft Karstädt, seinem langjährigen Freund und Weggefährten Texdorf.

Der Jubilar wurde in Suhl geboren und zog 1962 mit seiner Frau in die hiesige Region, gemäß dem damaligen Motto: Kader in den Norden. „Das Dorf, seinerzeit im Grenzgebiet, gibt es heute nicht mehr“, erzählt Hann-Rainer Texdorf. Er übernahm von 1962 bis 1969 die Leitung der damaligen LPG in Bresch. „Dann gab ich ein kurzes Gastspiel beim Rat des Kreises in Perleberg und anschließend zehn Jahre als Molkereidirektor in Karstädt.“ West-Verwandtschaft und vor allem dass er zugab, diese zu haben – konkret war es seine Mutter, die in Oberfranken lebte – führten dazu, dass er den Posten abgeben und statt dessen Viehzuchtbrigadier in Baek werden sollte.

Nicht mit Hann-Rainer Texdorf: Er machte sich auf den Weg nach Berlin, horchte beim Zirkus Busch, Teil des Staatszirkus der DDR, selbstbewusst nach, ob man dort vielleicht einen Direktor bräuchte … Gesagt – getan: Die Familie zog nach Berlin.

Texdorf leitete ein Jahr Zirkus Busch, dann bis 1992 Zirkus Aeros, „bis zur Abwicklung durch die Treuhand 1992“, blickt er zurück. Er tut das, wider Erwarten, ohne Wehmut, sondern mit diesem ihm eben eigenen, manchmal auch schwarzen Humor, obgleich er den Niedergang dieser Zirkuskultur kritisch sieht. Bereits 1989 kauften Texdorfs das Haus in Birkholz, wo sie sich bis heute wohl fühlen – zumindest zum Teil. „Von oben bis zum Nabel geht’s mir super, nur das Geläuf ist kaputt“, frotzelt der 80-Jährige über sich selbst. Gefeiert wurde am Sonnabend im Kreis der Familie, zu der fünf Kinder – „davon ein illegales“ – zehn Enkel und fünf Urenkel gehören.

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