Perleberger Sommerakademie : Gran Finale um Liebe und Macht

Es war sehens- und hörenswert,gar kaiserlich, was die jungen Sängerinnen und Sänger auf die Bühne zauberten.
Es war sehens- und hörenswert,gar kaiserlich, was die jungen Sängerinnen und Sänger auf die Bühne zauberten.

Mit Zauber aus Musik, Gesang und Spiel setzen Teilnehmer der Lotte Lehmann Akademie beeindruckenden Schlussakkord.

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29. Juli 2019, 05:00 Uhr

Gran Finale – der Schlussakkord der Lotte Lehmann Akademie und die Ouvertüre zum einwöchigen Sommerkurs für Gesang & Musiktheater für Laien wie auch angehende Gesangsstudenten, es machte seinem Namen alle Ehre. Stimmlich ein Traum, musikalisch ein Genuss und von der Inszenierung einfach sehenswert, so kann man den Abend im Saal des Deutschen Kaisers beschreiben. Ansonsten ist es schwer in Worte zu fassen, was der Opernnachwuchs, der sich zumeist erst anschickt, die Bretter, die die Welt bedeuten, zu erobern, hier unter der Regie von Anthony Pilavachi auf die Bühne brachte. Passend zum Ambiente – kaiserlich.

Und Angelo Raciti, der künstlerische Leiter der Akademie und auch Woche, stimmt zu: „Die Qualität der diesjährigen Sängerinnen und Sänger lässt sich mit der der besten Jahrgänge 2014, 2015 und 2016 vergleichen. Sie ist sehr hoch.“ Insbesondere die Frauen haben in diesem Jahr stimmlich nicht nur überzeugt, sondern echt Maßstäbe gesetzt. „Wir hatten vier fantastische Mezzosoprane, zwei Koloratursoprane und auch der dramatische Sopran überzeugte.“

Die Reaktionen des Publikums bei den Konzerten, das immer wieder Zugaben forderte, seien nicht zuletzt ein Beleg wie auch der Fakt, dass alle Konzerte so gut wie bzw. ausverkauft waren.

Hundertprozentig zufrieden ist man nie und es ist auch noch ausreichend Luft nach oben, räumt Angelo Raciti ein und bezieht sich dabei insbesondere auf die Teilnehmerzahl. 13 waren es 2018 und die gleiche Zahl sind es wieder – eine internationale Besetzung mit jungen Sängerinnen und Sängern aus Chile, den USA, Kanada, Frankreich, Argentinien, Deutschland, Polen, England und Kroatien. Eigentlich sollten es aber mehr sein und „es gab auch mehr Anmeldungen“, fügt der künstlerische Leiter an. Direktansprache der Sänger und die größere Einbindung der Partner, die man mit den Hochschulen und durch die Fachkonferenz gewonnen hat, sei schon der richtige Weg. Doch letztlich entscheidet die eigene finanzielle Situation über die Teilnahme an so einem Kursprogramm und „auch der Kopf“, so Raciti. Das heißt, man muss schon dran denken, rechtzeitig ein Visum zu beantragen.

Als Gründe führt der künstlerische Leiter zudem an, dass sich junge Sänger oftmals der Qualität, die hier geboten wird, noch nicht bewusst sind oder aber zu großen Respekt haben vor der Individualität mit der der Einzelne gefordert werde. „Wegducken kann man sich bei uns nicht.“ Auf der großen Bühne müssen sie sich schließlich auch behaupten. Erfahrungen hier zu sammeln, das biete man mit der Konzertreihe an, die von einem interessierte wie begeisterungsfähigen Publikum getragen wird. Mit den unterschiedlichen Auftrittsorten haben die Sänger die Möglichkeit, akustische Bedingungen auszuloten und sich zu behaupten auch in Situationen, die man nicht erwartet habe.

Elf Jahre Akademie – das Kursgremium sei eine ausgegorene Sache, die Schwerpunkte setzen die Teilnehmer mit ihrem Können und ihren Bedürfnissen. Im kommenden Jahr wolle man die Kondition als Komponente mehr einbeziehen, sprich Möglichkeiten offerieren, wie man den eigenen Energiehaushalt regulieren kann. Dazu wolle man Experten aus dem Sport hinzuziehen, so die Vorstellungen.

Da sich in diesen Jahr zusätzliche Förderungen auftaten, werde man in dem finanziellen Rahmen der Vorjahre bleiben, prognostiziert Raciti und verweist auf die Unterstützung durch die ILB, die auch für 2020 zugesagt sei. Zudem kann man über die Spielstättenförderung des Landes zusätzliche Stipendien abdecken. „Und es ist uns gelungen, private Förderer zu gewinnen, die Patenschaften übernehmen.“

Mit Blick auf die nun laufende Lehmannwoche gebe es einen positiven Trend. „Wir haben 20 Teilnehmer, in den Vorjahren waren es deutlich weniger. 2018 nur elf.“ Auch die Zahl der Interessenten aus der Region sei dabei gestiegen.

Für das kommende Jahr habe man zumindest ins Auge gefasst, in der Zeit zwischen Januar und März wieder einen Workshop für Schulen anzubieten.

Wünsche gibt es aber auch: „Mittel und Zeit, um Stipendiaten zu akquirieren, denn sie sind die beste Werbung für die Akademie“, so Anglo Raciti.

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