zur Navigation springen
Der Prignitzer

19. Oktober 2017 | 18:40 Uhr

Gräber werden teurer

vom

svz.de von
erstellt am 17.Okt.2012 | 09:00 Uhr

Karstädt | Die Friedhofsgebühren in der Gemeinde Karstädt werden voraussichtlich steigen. Derzeit überarbeitet die Verwaltung die 2009 beschlossene Satzung, erstellt eine neue Kalkulation und wird diese dann den Ortsbeiräten zur Beratung vorlegen. Hauptgrund: Die Einnahmen decken die Kosten nicht, besonders gilt das für die Urnengemeinschaftsanlage.

"Aktuell wird für eine Stelle in einem Urnengemeinschaftsgrab eine Gebühr von 640 Euro erhoben", informiert Kämmerin Ramona Storbeck. Enthalten darin seien die Inschrift auf dem Gemeinschaftsstein und die Bewirtschaftung des Grabes für 20 Jahre. Für die Inschrift allein fallen 420 Euro an, für den Stein 1000 Euro (dividiert durch die Anzahl der Urnenbelegung), so dass sich hier bereits - ohne den Bewirtschaftungsaufwand - Kosten von 550 Euro und mehr ergeben.

Die von den Abgeordneten vor drei Jahren beschlossenen 640 Euro seien eher eine politische Entscheidung gewesen, weniger nach dem Kostendeckungsprinzip, meint die Kämmerin. Aufgrund vermehrter Bürgeranfragen regt die Verwaltung an, Urnengemeinschaftsanlagen (gegenwärtig nur in Karstädt) auch auf den anderen Friedhöfen der Gemeinde einzurichten. Gleiches gilt für Einzel-Urnenwahlgrabstätten.

Die neu zu fassende Gebührenordnung sollte auch einen Betrag für Grabsteine enthalten, die nach der Beräumung des Grabes auf dem Friedhof verbleiben. Einen entsprechenden Vorschlag der Verwaltung hatte die Gemeindevertretung 2009 abgelehnt.

Mehr Ordnung muss allerdings in die Ablage von Steinen beräumter Gräber gebracht werden, denn gegenwärtig werden diese teilweise an den Trauerhallen, Zäune oder Hecken abgestellt - zum Teil willkürlich über Kopf, einige Steine sind kaputt, auch bleiben Einfassungen liegen.

"Es muss mehr Gebrauch gemacht werden von der Beräumung von Grabstätten über die Gemeinde, geht doch sonst eine wichtige Einnahmequelle verloren, die für erforderliche Anschaffungen genutzt werden kann", heißt es aus dem Ordnungsamt. Orientieren sollte man die Bürger auf zwei Termine: Frühjahr bis Ostern und Herbst vor dem Volkstrauertag.

Zum Beschluss vorliegen sollen die Friedhofs- und Gebührensatzung zur Gemeindevertretersitzung im Dezember. Die Ortsbeiräte müssen sich bis dahin auch über eine mögliche Anhebung des Nutzungsgebühr für die Trauerhallen (bisher zehn Euro, Karstädt 40 Euro) verständigen. Die Gemeinde will dafür vor Beisetzungen generell die Reinigung übernehmen, was bisher unterschiedlich gehandhabt wurde.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen