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Sükower Kirche : Gottesdienst wieder in der Kirche

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Zweiter Bauabschnitt der Sükower Kirche fertiggestellt. Am 28. Mai gibt es nach etlichen Jahren hier auch wieder eine Hochzeit

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erstellt am 25.Apr.2016 | 08:00 Uhr

Nach fast einem Jahr Baustelle rufen die Glocken am Sonnabend wieder in die Sükower Kirche zum Gottesdienst. Ein Anlass, der stolz auf das Geschaffene mache, der zugleich aber auch ein Beleg für eine überaus engagierte Kirchgemeinde sei, so Pfarrer Albrecht Preisler. Bis 2014 war er zuständig für die Sükower, bereitete die Sanierung der Außenhülle des Gotteshauses mit vor und wurde nun, da alles fertig ist, zum Festgottesdienst eingeladen. „Darüber freue ich mich natürlich besonders“, gesteht er offen. Sein junger Nachfolger, Pfarrer Valentin Kwaschik, spricht ebenso von einem besonderen Ereignis, war die Sükower Kirche doch die letzte Baustelle im Pfarrsprengel.

„Nun fehlt nur noch der Innenanstrich“, greift Wolfgang Jaap den Gedanken auf. Sein Bruder Friedhelm ist eigens an diesem Tag aus Parchim gekommen. „Das Dach ist wieder dicht, und mit dem stirbt oder lebt jedes Haus“, betont er.

„Eine große Kirche für so ein kleines Dorf.“ Frank Gelenk, Vorsitzender des Gemeindekirchenrates, deutet damit an, dass auch die baulichen Probleme entsprechende Ausmaße haben. Seit 2013 ist die Sükower Kirche faktisch Baustelle. Los ging es mit der Sanierung des Turmes. Kurze Zwangspause dann, da eine andere Baumaßnahme im Kirchenkreis vorgezogen werden musste. Im Frühjahr 2015 ging es dann an den zweiten Bauabschnitt. „Der Dachstuhl wurde verstärkt, die Mauerkrone erneuert, Schwellenbalken halten nun als eine Art Ringanker den Dachstuhl“, erläutert Frank Gelenk. Zudem mussten der Giebel verfugt, die Filialpfeiler saniert und Fensterleibungen verputzt werden. „Von außen ist jetzt alles fertig“, konstatiert der Vorsitzende des Gemeindekirchenrates. Und auch für neue Elektrik im Innern hat es noch gereicht.

Rechnet man alles zusammen, so komme man auf die stolze Summe von 285 000 Euro. Die rund 70 Gemeindeglieder allein hätten das nie stemmen können. Finanzielle Unterstützung gab es vom Land Brandenburg. Über den Staatskirchenvertrag floss ein Großteil der Gelder, listet Frank Gelenk auf. Mittel stellte auch die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) zur Verfügung, ebenso der Kirchenkreis Prignitz, der Landkreis und Gelder kamen auch von der Stiftung Kirchliche Baudenkmäler. Zehn Prozent der Kosten hatte die Kirchgemeinde als Eigenanteil selbst aufzubringen.

Fertig saniert ist die Sükower Kirche aber längst noch nicht. In einem dritten Bauabschnitt müsste das Innere des Gotteshaus auch wieder mit frischem Putz und Anstrich versehen werden. Allerdings kommen dann noch einmal zwischen 20  000 und 25  000 Euro auf die Kirchgemeinde zu. „Und das Geld müssen wir erst einmal haben“, betont Frank Gelenk und hofft dabei auf weitere Förderung. Auch unter dem Aspekt, dass eine Denkmalpflegerin im Innern der Kirche alte Malereien links und rechts vom Altar, die übergeschlämmt waren, wieder entdeckt hat. „Sie freizulegen, wäre natürlich eine tolle Sache“, so der Gemeindekirchenratsvorsitzende, doch ohne Förderung kaum machbar.

Jetzt wollen die Sükower aber erst einmal ihre Kirche nutzen. Bis einschließlich Weihnachten finden hier wieder die Gottesdienste statt. Über Winter geht es dann in den Gemeinderaum, da dieser beheizbar ist. „Am 28. Mai wird in der Kirche auch wieder geheiratet. Die letzte Trauung liegt wohl schon Jahre zurück und Taufen noch länger“, so Frank Gelenk.

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