Perleberger Weihnachtsmarkt : Glühwein, Musik und etwas Schnee

Wendemützen und Poi: Katrin Hähner zeigt ihr Gewerbe, das sie überwiegend auf Märkten präsentiert. In dieser Saison war es ihr 25.
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Wendemützen und Poi: Katrin Hähner zeigt ihr Gewerbe, das sie überwiegend auf Märkten präsentiert. In dieser Saison war es ihr 25.

Perleberger Weihnachtsmarkt punktet mit seiner Vielfältigkeit und einer Ergänzung.

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22. Dezember 2014, 08:00 Uhr

Wechselvoll ging es zu, am vierten Adventswochenende in Perleberg. Denn nicht nur die Vielfalt rund um den Roland prägte den diesjährigen Abschluss des Weihnachtsmarktes, sondern vor allem auch das Wetter. Dicke Schneeflocken, orkanartige Sturmböen und heftige Regenschauer – alles fegte am Samstag über die Festveranstaltung hinweg. Trotzdem drängten sich die Besucher immer wieder in Scharen auf dem Pflaster. „Ich kann gar nicht sagen, wieviele Leute da waren, es war immer voll, bis zum ersten Regenguss, dann war eine kleine Pause und nun strömen sie wieder“, resümierte Veranstalter Bernd Gellesch.

Doch hatten er und vor allem auch auch die Techniker viel zu tun. „Wir hatten einige Probleme, Wasserschäden an der Technik und mussten extra neue Geräte aus Berlin organisieren, das kostet schon viel Nerven“, so Gellesch. Doch davon merkten die Zuschauer nichts. Sie waren unterwegs zwischen insgesamt 35 Händlern und fokussiert auf das Programm und die Künstler rund um Moderatorin und Sängerin Antje Klann, die sich bei einem ihrer Lieder den fünfjährigen Hannes auf die Bühne holte und für ihn sang. „Wir sind an der Bühne vorbei gelaufen, da hat sie uns angesprochen“, erzählt der stolze Opa Manfred Glaser. Und seine Frau Doris ergänzt: „Wir sind jedes Jahr hier, der Markt ist immer so schön geschmückt und einfach toll.“

Nur wenige Meter von bunten Trubel entfernt, im Relais-Café, bot sich hingegen ein ruhiger Gegenpol. Im sonstigen Kulturcafé mussten die meisten Stühle und Tische an diesem Tag den Händlern weichen. „Es gibt hier so viele regionale Kunsthandwerker, die immer auf Märkte fahren. Diese wollten wir als Ergänzung zum Weihnachtsmarkt zusammenfassen und das ist uns gelungen“, erzählt Vorstandsmitglied Jost Löber. So drängten sich zwischen Cafébetrieb und Kunstgegenständen zwölf Stände von Honig, über Käse, bis hin zu Steingut nebeneinander, ständig begleitet von weihnachtlicher Untermalung am Klavier.

„Das ist mein letzter Markt in dieser Saison. Ich habe hier auch mal ehrenamtlich gearbeitet und es ist sehr schön, da man sich untereinander gut kennt“, erzählt Katrin Hähner, die Wendemützen und Poi zum jonglieren präsentierte. Und dass das Konzept aufging, wurde an den Aussagen der Cafébesucher deutlich. „Die Vielfalt hier ist sensationell und eine tolle Abwechslung zum Trubel“, freute sich die Pritzwalkerin Christel Rösner.

Eben jenen suchten aber gerade die Princess Cheerleader auf dem Weihnachtsmarkt. „Wir haben heute Weihnachtsfeier, sind mit Spielen durch die Stadt gewandert und nun unser Fest hier fortgesetzt“, erzählt Janin Bleick. Auf die Frage, wie lange es an diesem Abend dann gehen soll, waren sich alle einig: „Bis es vorbei oder der Glühwein alle ist!“

Ebenfalls vom Markt angetan ist Ute Prill, während sie im Schatten des Rolands steht: „Das Jahr über wird so viel gearbeitet, da ist das ein schöner Abschluss“ und der Pritzwalker Detlef Altenburg ergänzt: „Es ist hier zentriert, gut aufgebaut und immer gemütlich.“

Worte, die Veranstalter Bernd Gellesch sicher gern hört. Und schon bevor der Markt gestern mit Gottesdienst, klassischer Musik und dem Turmblasen ausklang, richtete er seinen Blick in die Zukunft: „Wir wollen den Weihnachtsmarkt weiter entwickeln und eventuell auch ausweiten. Außerdem werden wir das Programm im kommenden Jahr total umstellen.“

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