Perleberg : Glückwunsch zum 20. Geburtstag

V. l. sitzend: Haustechnikleiter Andreas Buls und die Bewohner Maria-Anne Koll, Hans-Joachim Schmiedefeld und Sabine Klopp. Stehend: Annette Behrndt, stellvertretende Pflegedienstleitung, und Uta Buls (r.), Leiterin der Einrichtung.
V. l. sitzend: Haustechnikleiter Andreas Buls und die Bewohner Maria-Anne Koll, Hans-Joachim Schmiedefeld und Sabine Klopp. Stehend: Annette Behrndt, stellvertretende Pflegedienstleitung, und Uta Buls (r.), Leiterin der Einrichtung.

Evangelisches Seniorenzentrum „Lindenstraße“ feiert Jubiläum, Ort für Glauben, Hoffnung und Liebe ist Zuhause für 94 Bewohner.

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21. November 2018, 05:00 Uhr

„Drei Tage sind wir damals umgezogen“, erinnert sich Annette Behrndt. Sie war vor 20 Jahren Pflegedienstleiterin im Feierabendheim in der Lindenstraße 17. Die Bewohner dieser Einrichtung des Landesausschusses für Innere Mission (LAFIM) sowie jener in Bad Wilsnack und aus den damaligen Pflegeheimen des Landkreises in Rühstädt und des städtischen am Hohen Ende bezogen am 17., 18. und 19. November 1998 ihr neues Zuhause in der Lindenstraße 18. Unter ihnen Sabine Klopp, heute 61 Jahre alt, und Hans-Joachim Schmiedefeld (78). Im Betreuten Wohnen – damals etwas Neues – bekamen sie ihr eigenes kleines Reich und damit auch ein Stück Unabhängigkeit und vor allem Privatsphäre zurück, wie beide erzählen. Denn bis dahin lebten sie in stationären Einrichtungen. „Da war es nicht schlecht, doch hier habe ich meine eigenen vier Wände und aus denen gehe ich auch nicht raus“, fügt lächelnd Hans-Joachim Schmiedefeld an. „Warum auch“, ergänzt prompt Andreas Puls, Leiter Haustechnik, und verrät, dass der 78-Jährige nicht von ungefähr im Haus der „Kurier“ genannt wird. Er bringt für Bewohner die Post weg, erledigt kleine Einkäufe, kurzum, egal, was es zu besorgen gibt, er begibt sich in die Spur. „Das hält fit“, erwidert Hans-Joachim Schmiedefeld. Auch Maria-Anne Koll ist mit ihren 94 Jahren um keine Antwort verlegen und dabei sitzt ihr oft der Schalk im Nacken. „Ich gehöre inzwischen schließlich zum alten Inventar hier.“ Im Pflegeheim in Rühstädt hat sie früher gearbeitet bevor sie dort als Bewohnerin einzog und dann vor 20 Jahren erneut die Umzugskarton packte, um sie in der neuen Perleberger Einrichtung des LAFIM dann wieder auszupacken. „Mein letzter Umzug“, fügt sie mit einem Augenzwinkern an. Hier sei sie nun zu Hause, fühle sich wohl. „Warum auch nicht, wir haben es doch gut hier.“ Sie werden umsorgt und von Mitarbeitern betreut, die mit Herz und Engagement bei der Sache sind.

Als vor 20 Jahren die ersten 52 Bewohner das Haus bezogen, da hätte man Server, CD-Rom und SMS wahrscheinlich für gefährliche Krankheiten gehalten, so Uta Buls in ihrem Rückblick. Sie leitet seit 2010 die Einrichtung. Inzwischen wurden Kugelschreiber und Papier auch hier längst vom Computer abgelöst, „Bits und Bytes unterstützen unsere Arbeit, sind die Basis“. Das Haus lebt aber erst und durch die Menschen, die hier wohnen.

65 Mitarbeiter sorgen heute dafür, dass es ihnen an nichts fehlt, sie sich in der Lindenstraße 18 zuhause und geborgen fühlen. Drei von ihnen – Silvia Neumann, Anke Beier und Uta Buls – verlieh Pfarrerin Friederike Pfaff-Gronau, Mitglied des Diakonischen Rates der Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO), das Goldene Kronenkreuz für ihr langjähriges Engagement im Dienste der Diakonie.

In Grußworten und mit Glückwünschen würdigten Manuela Krutzky, zuständige Sachbereichsleiterin beim Landkreis, und Bürgermeisterin Annett Jura die Arbeit des Hauses. Und Glückwünsche gab es gestern noch viele weitere, denn die Schar der Gratulanten war groß.

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