Oldtimertreffen in Perleberg : Glückskinder und Pechvögel

Wette gewonnen: Michael Bölter fuhr mit Seitenwagen, darin Sohn Tim, eine Runde auf nur zwei Rädern.
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Wette gewonnen: Michael Bölter fuhr mit Seitenwagen, darin Sohn Tim, eine Runde auf nur zwei Rädern.

Perleberger Oldtimerfreunde mussten bei ihrem Treffen am Wochenende mit neuen Bedingungen klarkommen – und meisterten sie gut

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13. Juli 2014, 22:00 Uhr

Offensichtlich stand das diesjährige Perleberger Oldtimertreffen unter keinem guten Stern. Allein vor diesem Hintergrund muss man dem Verein der Oldtimerfreunde Respekt zollen, dass alles trotzdem so super klappte und die zahlreichen Besucher am Sonnabend einen schönen Tag auf dem Gelände in der Quitzower Straße erleben durften.

Nachdem sich Vereinsvorsitzender Frank Brauer, der auch organisatorisch für alles den Hut auf hatte, am Freitagabend bei den Vorbereitungs- und Aufbauarbeiten verletzte, nahm sein Team das Heft des Handelns in die Hand. Alles konnte wie geplant verlaufen, wenngleich der Verein mit dem neuen Veranstaltungsort auch eine Einbuße an Besuchern hinnehmen musste, wie Fred Hamann vom Vereinsvorstand resümierte. Das Areal am Radarhügel, in den Jahren zuvor beliebter Treffpunkt für die Großveranstaltung, hatte die Stadt erworben. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst muss es zunächst untersuchen und dann gegebenenfalls beräumen, ehe hier wieder Events dieser Art stattfinden können. Bürgermeister Fred Fischer, der Samstag persönlich beim Oldtimertreffen vorbeischaute, habe zugesagt, dass das bis spätestens März kommenden Jahres erledigt sein soll, so Fred Hamann.

Der Verein hatte Einweiser am Motorsportplatz postiert, um Besucher, die gewohnheitsmäig dieses Gelände ansteuerten, in die Quitzower Straße umzuleiten. Auf dem Festplatz und dem angrenzenden Kasültenplatz, wo Treffen und Teilemarkt stattfanden, erwartete die Gäste dann jede Menge blitzender Chrom. An Fahrzeugen und Motoren mit historischem Wert wurde gefachsimpelt und gestaunt, wurden Fotos geschossen. Am Nachmittag dann vielleicht der Höhepunkt des Tages: Michael Bölter hatte gewettet, dass er es schafft, mit seinem Motorrad mit Seitenwagen, darin Sohnemann Tim (5), eine Runde auf der alten Aschebahn auf nur zwei Rädern zu drehen. Er schaffte es – und machte damit Marvin Püttmann aus Glövzin glücklich. Der junge Mann hatte richtig getippt und wurde als Gewinner einer MZ Saxon Sportstar 125 ausgelost.

In verschiedenen Kategorien wurden am Sonnabend traditionell Pokale verteilt – schönster Oldtimer, schönstes Aggregat, Sieger und Platzierte bei der Rallye. Tradition hat aber auch der Pokal für den Pechvogel des Treffens: „Den erhielten dieses Mal unser Vereinschef Frank Brauer – und ein weiterer Oldtimerfreund, der am Wochenende in einen Verkehrsunfall verwickelt war. Irgendein Pechvogel ist wirklich jedes Jahr dabei“, so Fred Hamann.

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