zur Navigation springen

Dalmatiner zurück in Baek : Glückliches Ende eines Vermisstenfalls Athene ist zurück in ihrer Familie

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Athene ist wieder bei ihrer Familie

svz.de von
erstellt am 05.Jan.2014 | 22:00 Uhr

Happy End für Bianca Feilke und ihre Dalmatiner-Hündin Athene. Die war am 30. Dezember aus Schreck vor Knallkörpern in Baek ausgerissen. Zum Wochenende kam das Tier endlich wieder nach Hause. Bianca Feilke konnte den dreijährigen Vierbeiner in der Tierauffangstation in Kiekindemark bei Parchim in Empfang nehmen.

Am Abend des 30. Dezembers, als in Baek die ersten Silvesterknaller gezündet wurden, war Athene verschwunden. Noch am gleichen Abend machte sich die ganze Familie in alle Richtungen vom Dorf aus auf die Suche – mit dem Fahrrad, mit dem Auto und zu Pferd. Athene aber blieb verschwunden. Auch die auf dem gleichen Hof lebende Hundeschwester Hera war völlig neben der Spur und vermisste sie sehr, sagt Bianca Feilke.

Eine Frau entdeckte Athene in der Region Parchim und sorgte auch dafür, dass die Hündin einen sicheren Platz bekommt – auf dem Forsthof in Kiekindemark, wo Hausherr Peter Urban sich bestens mit Jagdhunden auskennt. Und dazu gehören ursprünglich auch die Dalmatiner.

Athene war keineswegs der einzige Flüchtling vor der Silvesterknallerei. Wie Bianca Feilke haben zwischenzeitlich andere Halter ihre Hunde wiedergefunden. So waren in der Parchimer Tierauffangstation in Kiekindemark u.a. zwei Hunde aus Slate untergekommen. Peter Urban hatte aber auch Anrufe von neun Hundebesitzern, die weiter auf der Suche nach ihrem flüchtigen Liebling sind.

Alljährlich zur Silvesternacht, aber auch bei schweren Gewittern wenn es überall donnert, sind Hunde auf der Flucht und legen dabei riesige Strecken zurück. Sie können sich im schlimmsten Fall tot laufen, erfuhr der „Prignitzer“ vom Fachmann. Urban, der selbst Jagdhunde züchtet, als Verbandsrichter tätig ist und bereits über 60 Hunde geführt hat, sieht die Probleme in der Zucht. Ein Züchter müsse sowohl auf die Gesundheit als auch auf das Wesen der Tiere achten. Mit im Wesen schwachen Hunden dürfe nicht gezüchtet werden, meint er. Zuchtvereine unternehmen beispielsweise Geräusch- und auch so genannte Kreistests, bei den Menschen von allen Seiten auf die Tiere zugehen und sie immer enger einschließen. Um herauszufinden, ob ein Hund ängstlich ist, macht Urban einen ersten Welpentest: Er lässt junge Hunde von ihre Mutter trennen und wirft dann ein Schlüsselbund zwischen die Welpen. Von Jungtieren, die dann verschwinden, lässt er die Finger. Wer einen gesunden Hund haben will, sollte sich über den Züchter vergewissern, so Urban.

Leider nimmt die Ängstlichkeit der Hunde mit zunehmendem Alter keineswegs ab, sondern zu, sagt der Fachmann. Er gab Bianca Feilke den Tipp mit auf dem Weg, ihrem Vierbeiner vor der nächsten Silvesterknallerei mit einem Medikament vom Tierarzt zu versorgen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen