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Glöwener Löschfahrzeug brennt vollkommen aus

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erstellt am 04.Aug.2013 | 07:26 Uhr

Glöwen / GroSS Leppin | "Die Glöwener Feuerwehr ist nicht mehr einsatzbereit", konstatiert Detlef Brenning vom Ordnungsamt der Gemeinde Plattenburg. Grund: Das wichtigste Einsatzfahrzeug, ein LF10, existiert seit Sonnabend nicht mehr. Nur noch ein Wrack steht auf dem Getreidefeld bei Groß Leppin.

Das Einsatzfahrzeug mit Schneid- und Spreiztechnik, Atemschutzgeräten und so weiter ist vorgestern Nachmittag vollständig ausgebrannt. "Die Wehr war im Einsatz, um einen Flächenbrand zu bekämpfen, der beim Strohpressen entstanden ist", sagt Detlef Brenning. Auch der Landwirt war mit seiner Technik vor Ort, um die Feuerwehr zu unterstützen, als plötzlich der Wind drehte und das Fahrzeug urplötzlich von den Flammen eingeschlossen war.

"Das Problem ist, dass das ganz normale Fahrgestelle sind. Die wichtigsten Leitungen, wie z. B. die Druckluftleitung für die Bremsen, bestehen aus Plastik. Wenn die heiß werden, schmelzen sie einfach weg, die Bremsen blockieren und man kann das Fahrzeug keinen Meter mehr bewegen", verdeutlicht einer der Feuerwehrleute. Der Maschinist versuchte, das Löschfahrzeug noch zu retten und wegzufahren. Aber das Unterfangen scheiterte und er konnte sich nur noch selbst retten. Der 23-Jährige erlitt dabei leichte Verbrennungen. Die Polizei bezifferte den Gesamtschaden auf insgesamt rund 265 000 Euro, etwa 15 000 Euro entfielen auf die Strohpresse. Die Behörde prüft, ob fahrlässige Brandstiftung die Strohpresse entzündete.

"In Glöwen gibt es jetzt nur noch einen Mannschaftstransportwagen und ein Tanklöschfahrzeug", so Brenning. Der Schaden für den Verlust des etwa vier Jahre alten Autos übersteigt die 100 000 Euro-Marke um einiges. "Die Fahrzeuge sind alle kaskoversichert, das heißt, wir werden uns mit der Versicherung ins Benehmen setzen. Problematisch ist natürlich der Imageverlust, der mit so einem Ereignis einher geht, und wir werden nicht drum herum kommen, diese Sache in der Gemeinde und sicher auch auf kreislicher Ebene auszuwerten", sagt Brenning.

Sicher gebe es hinterher immer gute Ratschläge, aber wer einen Brand auf einem Getreidefeld miterlebt hat wisse, wie rasend schnell sich die Flammen ausbreiten können und wie heftig ein drehender Wind die Flammen anfacht, verdeutlicht Brenning. Für die Gemeindeverwaltung und die Glöwener Wehr heißt es aber nun, schnellstens die Einsatzbereitschaft wiederherzustellen.

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