Getöteter Entwicklungshelfer war Neubrandenburger

von
28. Dezember 2010, 06:45 Uhr

Neubrandenburg | Der zu Weihnachten in Afghanistan getötete deutsche Entwicklungshelfer ist gebürtiger Neubrandenburger. Ob der Mann, der mit einer Frau aus China verheiratet war, zuletzt noch in Neubrandenburg wohnte, konnte eine Sprecherin der Stadt nicht sagen. Ort und Zeitpunkt der Trauerfeier wurden in einer gestern veröffentlichten Todesanzeige nicht genannt. Der Ingenieur erlag den Angaben zufolge in der Nacht zum 25. Dezember im Bundeswehrcamp Marmal seinen Verletzungen.

Nach Angaben des Entwicklungsministeriums in Berlin war an Heiligabend ein mit vier Personen besetztes Fahrzeug der deutschen Entwicklungszusammenarbeit beschossen worden. Unter den Insassen war auch der deutsche Berater. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Außenminister Guido Westerwelle (FDP) verurteilten den Angriff und sprachen den Angehörigen des Getöteten ihr Beileid aus. Ein afghanischer Mitarbeiter wurde Informationen der Bundesregierung zufolge bei dem Anschlag leicht verletzt. Die Opfer waren Mitarbeiter eines Projekts, das den Bau einer Straße in Afghanistan koordiniert.

Taliban-Sprecher Zabihullah Mujahid erklärte, seine Männer hätten in dem Distrikt einen deutschen Soldaten getötet und dessen Übersetzer verletzt. Es ist allerdings üblich, dass die Taliban Anschläge auf Zivilisten bestreiten. Der Sprecher des Gouverneurs der Provinz Balkh sagte hingegen, der getötete Deutsche habe die Straße zwischen Khulam und Chardara in der Provinz Kundus begutachtet.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen