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Der Prignitzer

18. November 2017 | 22:46 Uhr

Waldschule Breese : Gesundes selbst gemacht

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Fünft- und Sechstklässler bereiten ein Frühstück für ihre Mitschüler vor

von
erstellt am 09.Mai.2014 | 08:00 Uhr

Körnerbrot, Müsli, Wurst, Käse, saftige Früchte und frischer Quark: Dass sich ein gesundes Frühstück nicht in wenigen Minuten vorbereiten lässt, sondern durchaus seine Zeit braucht, das lernten die Großen der Breeser Waldschule, als sie gestern für ihre jüngeren Mitschüler das Büffet gestalteten. Zwar gehört das gesunde Frühstück seit diesem Schuljahr jeden Mittwoch quasi zum Stundenplan, doch wird es sonst von den Sozialarbeiterinnen vorbereitet.

„Dieses Mal wird das Frühstück durch die Kerrygold-Initiative ,Gesundes Pausenbrot‘ unterstützt, bei der wir uns um Förderung beworben hatten“, sagt Ilona Scheiblich-Geisler vom SOS-Beratungszentrum, die als Sozialarbeiterin an der Schule tätig ist. „Wir erhalten für jeden Schüler einen Euro, dazu gibt es für die ,Küchenarbeiter‘ ein T-Shirt.“

Beim gemeinsamen Frühstück steht aber nicht nur das Essen als Nahrungsaufnahme im Vordergrund, erklärt Rektorin Heike Heinrich. „Essen ist ja auch eine Kultur, die erlernt und gepflegt werden will, und hier zeigen sich bei manchen Schülern tatsächlich Defizite.“ Weiterhin böte die Vorbereitung des Büfetts eher praktisch veranlagten Schülern die Möglichkeit, ihre Stärken auszuspielen. „Manche Kinder sind im Schulalltag hektisch oder haben Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren“, sagt Ramona Winter, ebenfalls Schulsozialarbeiterin. „Hier hingegen sind sie mit Bedacht und Akribie bei der Sache und geben sich große Mühe, sauber und ordentlich zu arbeiten, wie es sich im Umgang mit Lebensmitteln gehört.“

Neben der Praxis lernen die Schüler spielerisch eine ganze Menge theoretischen Hintergrund rund ums Essen – beispielsweise die Ernährungspyramide, in der Cerealien und Teigwaren, Obst und Gemüse, tierische Produkte sowie Fette- und Zucker in angemessene Verzehrmengen eingeteilt werden. „Das Projekt kommt bei Schülern und Lehrern gleichermaßen gut an“, resümiert Heike Heinrich.

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