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Der Prignitzer

23. November 2017 | 06:51 Uhr

Gesucht: Rezepte gegen gähnende Leere

vom

svz.de von
erstellt am 21.Feb.2013 | 05:42 Uhr

Bad Wilsnack | Im "Prignitzer" wird seit Januar öffentlich darüber diskutiert und berichtet: zunehmender Leerstand im Bad Wilsnacker Stadtzentrum. Für den Ausschuss für Kultur, Fremdenverkehr und Kurortentwicklung in dieser Woche Anlass genug, sich ausführlich mit diesem Problem zu beschäftigen. Wunder, so Ausschussvorsitzender Hans-Dieter Haas, könnten auch die Abgeordneten nicht vollbringen - zumindest aber Dinge mit anstoßen und sich bemühen, den noch in der Kurstadt verbliebenen Geschäftsleuten zu helfen. "Wir möchten gern, dass die Verwaltung ermittelt, welche Ladenflächen in welcher Größe frei sind und wie hoch die zu zahlende Miete wäre", so Haas gegenüber unserer Redaktion.

Das Ganze soll dann über die Homepage der Stadt kommuniziert werden, in der Hoffnung, Nutzer für die Flächen zu finden. Als besonders herben Einschnitt wertet auch der Ausschuss die Schließung der Schleckerfiliale im vergangenen Jahr. "Der Drogeriemarkt war hier wirklich konkurrenzlos", so Hans-Dieter Haas. Das wäre nach Einschätzung der Abgeordneten auch jeder andere Betreiber, der hier eine Drogerie eröffnen würde. Die Übernahme und Wiedereröffnung ehemaliger Schlecker-Geschäfte durch die österreichische Kette "Dayli Mein Shop" - zunächst in Österreich und weiteren europäischen Ländern, künftig aber auch in Deutschland - könnte vielleicht ein Silberstreif am Horizont sein. Eine vage Hoffnung.

Dabei seien die Voraussetzungen Wilsnacks alles andere als schlecht. Allein die Wunderblutkirche lockte im vergangenen Jahr 27 000 Besucher ins Zentrum. Hinzu kamen noch einmal 3000 Gäste, die hier kulturelle Veranstaltungen besuchten. Logistisch von Nachteil sei die Zweiteilung der Stadt durch die Bahnlinie.

Publikumsträchtige Einrichtungen, wie Therme, Reha-Klinik und Hotels befänden sich auf der anderen, dem Zentrum abgewandten Seite. Praxen niedergelassener Ärzte, Apotheke und weiterer Einrichtungen wiederum befinden sich auf der dem Zentrum zugewandten Seite und werden rege genutzt. Das treffe auch auf den bei Touristen beliebten Stadtrundgang zu.

Was die Belebung der Innenstadt angehe, seien in der Vergangenheit sicher Fehler gemacht worden, die man heute nur noch sehr schwer korrigieren könne, so Haas. "Wir wollen uns aber bemühen", bekräftigt der Ausschussvorsitzende.

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