Gestrickt und gewerkelt für neue Kirchenglocken

Sie suchte eine Betätigung und fand zur Kirchgemeinde und zum Förderverein Kirchturmspitze.
Sie suchte eine Betätigung und fand zur Kirchgemeinde und zum Förderverein Kirchturmspitze.

Sybille Witte gestaltet seit drei Jahren den kleinen Basar des Fördervereins zum Fest

svz.de von
06. Dezember 2013, 00:35 Uhr

Sybille Witte hat einfach ein Händchen für alles. Sie häkelt, filzt, strickt, gießt bzw. zieht Kerzen, fertigt aus Sperrholz wunderschöne Deko, ebenso aus Papier. „Ich habe die Zeit und suchte förmlich nach einer Beschäftigung“, erzählt die 58-Jährige. Bevor sie gesundheitsbedingt aus dem Berufsleben ausscheiden musste, arbeitete sie als Lehrerin. Mathe und Physik unterrichtete sie. Beim Anblick der unterschiedlichsten Exponate, die sich auf schätzungsweise zehn Meter Tisch gestern in der Winterkirche von St. Jacobi präsentierten, hätte man vielleicht eher auf den künstlerischen Bereich getippt. „Logik und Kreativität schließen sich nicht aus.“

Seit drei Jahren gestaltete Sybille Witte den kleinen Adventsbasar des Fördervereins Kirchturmspitze, dem sie seit Anbeginn angehört. Und das als nicht eingefleischte Perlebergerin, denn erst seit fünf Jahren ist die Rolandstadt ihr Zuhause. Wie das? Der Kirchenälteste ist ihr Mann und so kam sie zur Kirchgemeinde und zum Förderverein. „Ich suchte eine Betätigung, wollte kreativ sein und zugleich eine Aufgabe haben. Beides habe ich hier gefunden“, sagt sie wie selbstverständlich.

Wenn der Adventsbasar zu Ende ist, dann wird schon wieder für den nächsten gewerkelt. Inzwischen bringen auch schon einige Perleberger – Gemeinde- oder Fördervereinsmitglieder aber auch einfach Menschen–, denen das Vorhaben des Vereins am Herzen liegt, Exponate für den Basar. „Es ist ihre Art und Möglichkeit, die Arbeit des Fördervereins zu unterstützen. Dafür sagen wir Dankeschön“, betont Sybille Witte. Denn der Erlös fließt in das Vorhaben des Fördervereins. „Ich möchte schließlich noch erleben, dass unsere Kirchglocken wieder hell und klar erklingen, sie nie verstummen.“ Auch wenn dafür Unmengen gestrickt werden müsse, steter Tropfen hüllt den Stein, mit jedem Euro rückt man dem Ziel näher.

Übrigens, der Notgeldkalender, der mit Unterstützung der Briefmarkenfreunde, der Sparkasse Prignitz und weiterer Firmen entstand, fand gestern reißend Absatz. „Mittag waren alle verkauft, ich musste Namen notieren. Auch sie werden den Kalender erhalten.“

Zum Abschied verriet Sybille Witte zwei Dinge noch: Zum einen wird der Förderverein Kirchturmspitze mit einem Stand auch zum Stadtfest vertreten sein. Zum anderen wird sich die 58-Jährige jetzt ans Nähen von Krabbeldecken machen. Der Grund: Zwei Enkel haben sich angemeldet.

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