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Der Prignitzer

20. Oktober 2017 | 22:03 Uhr

Gesellschaft baut neue Werkstatt aus

vom

svz.de von
erstellt am 22.Dez.2011 | 10:22 Uhr

Wittenberge | Die Schienenfahrzeugbau Wittenberge GmbH (SFW) als 100-prozentige Tochter der Potsdamer Eisenbahngesellschaft wird hier in der Elbestadt ihren Haupt-Reparaturstützpunkt für Loks und Güterwagen entwickelt. Das kündigte Geschäftsführer Thomas Becken gestern gemeinsam mit Ulrich Rudler an. Rudler wird die Geschäftsführung der Schienenfahrzeugbau GmbH übernehmen, ist dabei, wie er sagt, Baugeschehen und Produktionsabläufe zu organisieren. Thomas Becken nennt Rudler einen Mann mit langjähriger Eisenbahnerfahrung, in Brandenburg war er in der Lok- und Güterwagenin standsetzung tätig.

Diese Branchen werden auch die bestimmenden Tätigkeitsfelder für den Eisenbahnstützpunkt Wittenberge sein, den das Unternehmen im Lokschuppen III des ehemaligen Bahnbetriebswerks ansiedelt.

Rund 900 000 Euro steckt das Unternehmen zu 70 Prozent in die Baulichkeit und zu 30 Prozent in die technische Ausrüstung, sagen Becken und Rudler. Eine taufrische Fördermittelzusage der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) über 497 000 Euro macht es möglich. "Die Zustellung des Fördermittelbescheids ist das beste Weihnachtsgeschenk, das die Schienenfahrzeugbau Wittenberge dieses Jahr erhalten hat", freut sich Thomas Becken. Da ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn bewilligt war, konnten die SFW bereits 200 000 Euro in den ehemaligen Lokschuppen investieren. Bereits in diesem Jahr wurde das Dach neu eingedeckt. Künftig sind noch Arbeiten an Installationen wie Heizung und Elektronik notwendig. Neben der Werkstatt wird auch der vorhandene Bürotrakt mit ausgebaut und u.a. auch von der Eisenbahngesellschaft Potsdam mit genutzt werden.

Die Schienenfahrzeugbau Wittenberge GmbH erwarb im November 2010 den alten Lokschuppen von der Stadt. In der dort neu entstehenden Werkstatt sollen Lokomotiven, Waggons und auch Triebwagen für den eigenen Unternehmensverbund instand gesetzt werden. "Außerdem bemühen wir uns um eine Zulassung, die es uns ermöglicht, Loks und Waggons auch für Dritte instand zu setzen." Becken geht davon aus, dass in den kommenden Jahren bis zu 20 neue Arbeitsplätze entstehen können.

Als sich Geschäftsführer Becken, der Geschäftsführer in spe, Ulrich Rudler, gestern anlässlich der Fördermittelzusage mit Wittenberges Bürgermeister Dr. Oliver Hermann, mit Edelgard Schimko als Geschäftsbereichsleiterin II der Kreisverwaltung, und dem Geschäftsführer der Wirtschaftsfördergesellschaft Prignitz, Uwe Büttner, trafen, nutzten sie die Gelegenheit, die gute Zusammenarbeit mit Kommune und Landkreis hervor zu heben. Nur dadurch konnten die Weichen für die Wirtschaftsansiedlung in Wittenberge gestellt werden. "Die Werkstatt bietet durch die direkte Anbindung an das Schienennetz einen strategischen Vorteil für bestehende, aber auch künftige Verkehrsleistungen", so Becken und Rudler.

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