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Wittenberger Werben um zusätzliche Anbieter : Geschnuppert und geblieben

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Der Interessenring WIR bietet Markthändlern Probetage ohne Standgebühren an und kann erste Erfolge vermelden.

von
erstellt am 02.Feb.2017 | 12:00 Uhr

Käse, Quark und Joghurt aus eigener Herstellung: Morgen will der SiebenGiebelHof aus Drenkow erstmals auf dem Wochenmarkt einen Stand aufschlagen, gucken, ob es sich lohnen würde, öfter zu kommen.

Anke Hahn, hauptamtliche WIR-Mitarbeiterin, freut sich über die Anfrage aus Drenkow. „Wenn es klappt, bereichert es auf jeden Fall unser Angebot. Das ist noch etwas Neues.“

Die Idee mit den Schnuppertagen für Markthändler hatte der Interessenring WIR im vergangenen Jahr. Die Idee dahinter: Der Markt wird attraktiver, je mehr Händler ihre Waren anbieten.

Der SiebenGiebelHof hat auf dem Markt in Perleberg vom Wittenberger Werben um zusätzliche Anbieter erfahren. Der WIR hat extra ein Infoblatt drucken lassen, auf dem über den kostenlosen Probetag, also einen Tag ohne Standgebühr, mittwochs oder freitags mit Kontaktdaten informiert. „Wir geben unseren Markthändlern die Zettel mit, bitten sie, diese in anderen Orten an Kollegen weiter zu geben“, erklärt die WIR-Mitarbeiterin.

Wenn die Anbieter auch (noch) nicht in Scharen strömen, die Aktion zeige Wirkung, so der WIR. Zum Beispiel Mike Niehus. Der Tangermünder handelt mit Spezialitäten von Schwein und Pferd. Im Juli stand er das erste Mal mit seinem Stand auf dem Wochenmarkt. „Jetzt kommt er regelmäßig alle 14 Tage“, sagt Anke Hahn. Auch ein Scherenschleifer findet in regelmäßigen Abständen seinen Weg auf den Marktplatz an der Friedrich-Ebert-Straße.

Und immer mittwochs ist auch für die Landfleischerei Hildebrandt aus Kletzke Markttag in Wittenberge. „Wir kommen seit dem Herbst, haben hier unsere Kundschaft gefunden. Steigerungen sind natürlich immer noch möglich und auch gewünscht“, sagt Sibylle Heinrich. Dann muss sie sich erst einmal um die nächste Kundin kümmern. Es ist Gisela Sellnow. Sie fragt nach Leberwurst. „Soll es feine, grobe oder Kasslerleberwurst sein?“ Sibylle Heinrich ist flink und freundlich. Auch Marion Viereck will am Stand der Landfleischerei ihren Bedarf decken. „Der Stand hier auf unserem Markt spart mir den Weg nach Kletzke“, sagt die Wittenbergerin. Und überhaupt sei sie froh, dass es den Markt gibt. „Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch, alles was ich brauche und auf dem Markt bekomme, hole ich dort auch.“

Insgesamt hat Anke Hahn 22 Markthändler auf ihrer Liste, knapp zehn waren gestern gekommen, sollten, wenn sie sich an die regulären Marktzeiten hielten, bis 16 Uhr auch da bleiben. In der Regel machen die Anbieter aber schon mittags Schluss. „Nach dem Mittag kommen so gut wie keine Kunden mehr“, weiß die Mitarbeiterin der Kletzker Fleischerei. Und das sei nicht nur in Wittenberge so, „sondern auch an unseren anderen Standorten“.  

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