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Filmtrilogie über Perleberg : Geschichte vor den Toren der Stadt

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Teil 3 der filmischen Historie von Jens Nering wird am 6. Februar im „Effi“ aufgeführt und lüftet so einige Geheimnisse, unter anderem das von Dobberzin

svz.de von
erstellt am 14.Jan.2014 | 22:00 Uhr

Der dritte und abschließende Teil der Filmserie von Jens Nering über die Geschichte Perlebergs wird am Donnerstag, dem 6. Februar, um 19 Uhr im Freizeitzentrum „Effi“ aufgeführt (Eintritt: fünf Euro). Bereits die ersten beiden Teile der Trilogie, die vor dem Hintergrund des 775. Jubiläums der Rolandstadt entstand, seien beim Publikum auf unerwartet großes Interesse gestoßen, so Jens Nering. Ähnliches erwarte er nun auch vom dritten Teil, der sich mit der Historie vor den Toren der Stadt beschäftigt.

In alle Richtungen dehnte sich Perleberg einst aus und schrieb auch über die ursprünglichen Stadtgrenzen hinaus Geschichte. „Siedlungen wurden eingebunden, neue entstanden. So gehört heute Sperlingswörde zu Perleberg wie wahrscheinlich auch Dobberzin“, recherchierte der engagierte Filmemacher.

Inzwischen, so Nering, sei das Geheimnis um Dobberzin wohl keines mehr. „Viele Indizien sprechen für dessen Lage direkt vor unseren Augen.“ Bereits im November vergangenen Jahres veröffentlichte der Perleberger in der Internet-Enzyklopädie „Wikipedia“ Ergebnisse seiner Nachforschungen zum Thema. Dobberzin, so „Wikipedia“, habe zwischen Düpow und Perleberg gelegen und das nicht erst seit dem Bau der Stadtmauer. Nerings Erkenntnisse stützen die These des Historikers Dr. Dieter Hoffmann-Axthelm, dass das Dorf sich direkt vor dem Dobberziner Tor befand und nie wüst geworden sei, sondern sich zur Vorstadt entwickelte. Andere Theorien gingen ursprünglich dahin, dass das Dorf im 14. Jahrhundert wegen des unfruchtbaren Bodens wüst wurde. Die Auflösung des Rätsels liefert der Film. Darüber hinaus werden die Bedeutung des Hindenburgplatzes und Hintergründe zur Lanzer Chaussee erklärt. Antwort gibt der dritte Teil zudem auf die Frage, was es mit der Töpferstraße auf sich hat und wie viele Bahnhöfe sich einst in Perleberg tatsächlich befanden. Themen sind ebenso das Forsthaus „Alte Eichen“ und die letzte Dampfmaschine in der Stadt. Mit diesem Film, so Jens Nering, werden die allgemeinen geschichtlichen Betrachtungen über Perleberg abgeschlossen. Allerdings gebe es noch eine Menge weiterer Details zu entdecken, die wiederum Stoff für einen neuen Film bieten könnten.

Nach der öffentlichen Aufführung am 6. Februar kann man den dritten Teils als DVD, wie schon die Teile 1 und 2, im Informationsbüro „775 Jahre Perleberg“ in der Lotte-Lehmann-Akademie am Großen Markt sowie im Friseursalon von Jurita Nering in der Wilsnacker Straße 78 erwerben. Kaufen können Interessenten den dritten Teil auch am Abend der Filmaufführung zum ermäßigten Preis. Jens Nering plant, alle seine gesammelten Erkenntnisse zur Geschichte sowie rund 1800 Bilddateien in Perlebergs Jubiläumsjahr an die Stadt übergeben.

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