Neue Museumsleiterin : Geschichte erlebbar machen

Pritzwalks Vizebürgermeister  Dr. Ronald Thiel begrüßt die neue Museumsleiterin Katja Rosenbaum.   .
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Pritzwalks Vizebürgermeister Dr. Ronald Thiel begrüßt die neue Museumsleiterin Katja Rosenbaum. .

Katja Rosenbaum übernimmt Leitung im Stadtmuseum Pritzwalk und will junge Leute für Regionalgeschichte interessieren

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12. März 2014, 14:09 Uhr

Katja Rosenbaum ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der philosophischen Fakultät der Universität in Chemnitz und wird ab dem 1. April die Leitung des Pritzwalker Stadt- und Brauereimuseums übernehmen. Sie tritt die Nachfolge des verstorbenen Dr. Rolf Rehberg an.

Vor ihrem Geschichtsstudium hatte die 35-Jährige einen Diplomstudiengang im Verwaltungsrecht absolviert. Außerdem konnte sie praktische Erfahrungen in einer Verwaltung sammeln. Nordeuropa und der Ostseeraum sind das Steckenpferd der diplomierten Historikerin.

Bereits lange vor ihrer Bewerbung interessierte sie sich für die Pritzwalker Geschichte, vor allem im Zusammenhang mit der Hanse, der Pritzwalk heute noch angehört. Dabei sind vor allem die Handelsbeziehungen und die Stellung Pritzwalks im Hansebund für sie interessant.

Diese Vorkenntnisse über die Pritzwalker Geschichte ließen sie wohl aus einigen Bewerbern herausstechen. Doch nicht nur die Pritzwalker Stadtverwaltung, sondern auch der Verein für Heimatgeschichte, vertreten durch den Vorsitzenden Dr. Wolfgang Simon, freuen sich auf die Zusammenarbeit, von der man sich neue Impulse verspricht.

Gemeinsam mit der Gesellschaft für Heimatgeschichte möchte Katja Rosenbaum verstärkt junge Leute für die Geschichte ihrer Heimat begeistern, sagte sie. Denn im digitalen Zeitalter, in dem Informationen fast immer und überall abrufbar sind, sei es schwer und zugleich Ansporn, junge Leute an die Historie ihrer Heimat heranzuführen, sie erlebbar zu machen und den Forschergeist zu wecken.

So möchte Katja Rosenbaum Schulprojekte auf den Weg bringen, bei denen das Pritzwalker Stadtarchiv erforscht und ergründet wird. Dabei soll nach Informationen und Hintergründen, die es nicht digital gibt, recherchiert werden. „Papier erlebbar machen und dabei ein Stück eigene Identität finden, ist die Herausforderung dabei“, sagt sie.

Nur wer sich mit seiner Heimat und der Region identifiziert, ihre Geschichte kennt, verlässt die Heimat in Zukunft sicher nicht so schnell, wie junge Leute, die keinen Bezug zu ihrer Heimatstadt haben. Ein gutes Beispiel für erlebbare Geschichte sei der Umbau der Quandtschen Tuchfabrik in Pritzwalk. Lehrkabinette, Internatswohnräume und mehr Platz für das Museum sollen hier entstehen.


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