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Der Prignitzer

21. November 2017 | 00:06 Uhr

Geschäfte werden zu Kunsträume

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svz.de von
erstellt am 05.Jul.2013 | 05:22 Uhr

Pritzwalk | Der Brandenburgische Kunstverein (BKV) aus Potsdam hat eine Zuwendung von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung erhalten. Mit dem Geld soll ein Kunstprojekt umgesetzt werden, das es so in Deutschland noch nicht gab, sagt der künstlerische Leiter des Projektes, Gerrit Gohlke. "Wir wissen noch nicht genau was entstehen wird. Wir kennen im Moment nur das Ziel und den Weg dahin", sagt Gerrit Gohlke. Entstehen soll der "Pritz walk-Atlas", eine Dokumentation über das Kunstprojekt in Pritzwalk, mit dem die Innenstadt aufgewertet werden soll. Leer stehende aber auch eingerichtete Ladengeschäfte sollen da zu Kunsträumen werden. Künstler aus dem In- und Ausland werden dazu die Pritzwalker zu einem Dialog einladen. Sie sollen erzählen über ihre Stadt, über ihr Leben. Diese Erlebnisse und Lebensgeschichten werden die verschiedensten Künstler dann umsetzen. "Was dabei entsteht, ist völlig offen. Ob Gemälde, Skulpturen oder Installationen - das kann man im Moment noch nicht sagen", so Gohlke. Man sei jedoch bemüht, renommierte Künstler für das Projekt zu gewinnen, um so auch Kunstkenner von weit weg nach Pritzwalk zu locken.

Das Projekt soll etwa ein Jahr dauern und wird unter anderem vom Verein "Neue Auftraggeber", der Fondation de France, der IHK Potsdam und der Stadt Pritzwalk unterstützt. Wie der stellvertretende Bürgermeister Ronald Thiel informierte, habe man sich mit dem Potsdamer Infrastrukturministerium dazu verständigt, auch Mittel aus dem Stadtumbau dafür einsetzen zu können. "Die Signale sind sehr positiv. Nach der Sommerpause werden wir konkret", kündigt Thiel an.

Mit dem Vorhaben sollen vor allem die zum Teil verwaisten Ladengeschäfte wieder belebt werden. "Dazu haben wir etwa 20 Eigentümer angeschrieben und bisher zehn positive Rückmeldungen erhalten", sagt Thiel. Die Situation in Pritzwalk sei in zweierlei Hinsicht besonders, so Thiel. Zum einen gibt es für eine Stadt dieser Größe verhältnismäßig viele kleine Ladengeschäfte. Das zweite sind die Eigentumsverhältnisse. Während in anderen Orten die Eigentümer ihre Häuser und Ladengeschäfte selbst nutzen, sind die meisten Pritz walker Innenstadthändler Mieter. "Das erschwert natürlich die Wirtschaftlichkeit eines kleinen Ladens in einer kleinen Stadt um ein Vielfaches", betont Thiel.

Das Projekt wurde seit geraumer Zeit im Zusammenwirken mit dem Regionalcenter der IHK und der Pritzwalker Stadtverwaltung vorbereitet. In Abstimmung mit dem Brandenburgischen Kunstverein habe man sich dann an die Sparkasse Prignitz gewandt, die einen entsprechenden Antrag an die Ostdeutsche Sparkassenstiftung auf dem Weg brachte. "Ich freue mich, dass dieses Projekt bewilligt wurde und wir es hier in Pritz walk umsetzen können. Denn auch uns als Sparkasse ist daran gelegen, eine lebendige Innenstadt zu haben", unterstreicht André Wormstädt, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Prignitz.

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