zur Navigation springen
Der Prignitzer

21. November 2017 | 17:05 Uhr

Gerüchte sind entkräftet

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Betrieb im Schullandheim läuft/Keine Flüchtlingsunterbringung

svz.de von
erstellt am 19.Dez.2015 | 00:34 Uhr

Die Gerüchteküche in Bezug auf das Schullandheim in Lenzen brodelte in den vergangenen Wochen gewaltig. Von Schließung und Entlassungen war die Rede. Andere meinten zu wissen, dass die Jugend- und Freizeiteinrichtung am Rudower See künftig in eine Unterkunft für Asylbewerber umgewidmet wird.

Manuela Rumsch, Vorstandsmitglied des gemeinnützigen Vereins Schullandheim Haus Kinderland Elbtalaue, räumt in einem Gespräch mit dem „Prignitzer“ mit den Irrtümern auf. „Natürlich machen wir nicht zu. Der Geschäftsbetrieb läuft ganz normal.“ Fakt sei lediglich, dass die Mitarbeiter der Einrichtung über die Wintermonate von den Arbeitszeitstunden her heruntergesetzt wurden, weil der Bedarf in dieser Zeit ja nicht so groß ist. Zwar beabsichtigte man aus Kostenersparnisgründen auch vorübergehende Entlassungen von Beschäftigten, doch das hätte sich erledigt, weil „eine Mitarbeiterin selbst gekündigt hat.“

Dass das Schullandheim bei Bedarf als Wohnstätte für Asylbewerber in Frage kommen könnte, hatte Lenzens Bürgermeister auf der letzten Stadtverordnetenversammlung auf Bürgernachfrage bestätigt. „Ich habe dem Landkreis die Aussage gegeben, dass das Schullandheim im Notfall besetzbar wäre. Aber nur bis zum 1. April, weil wir danach dort wieder Schulklassen beherbergen.“ Mittlerweile hat die Behörde reagiert und auf eine Belegung mit Asylbewerbern im Schullandheim verzichtet, wie Manuela Rumsch bestätigt. „Die Sache ist vom Tisch. Es waren Mitarbeiter des Landkreises vor Ort und haben sich die Gegebenheiten hier angesehen. Letztendlich hat der Landkreis von einer Belegung abgesehen mit der Begründung, dass die notwendigen Aufwendungen für diesen kurzen Zeitraum zu hoch wären.“

Mit den Belegungszahlen im fast abgelaufenen Jahr war die Geschäftsführung des barrierefreien Landschulheimes durchaus zufrieden. „Es lief besser als 2014. In diesem Jahr hatten wir schon über 4400 Übernachtungsgäste“, berichtet Manuela Rumsch. Und für das kommende Jahr seien bereits 3800 Übernachtungen gebucht. Vor allem für Gäste aus der Berliner Region und dem Wendland ist das Lenzener Schullandheim mit seinen 17 Zimmern, der Aula sowie Speise- und Tagungsraum ein beliebtes Ausflugsziel. Zudem nutzen Chöre oder Musikgruppen das Haus gern an Wochenenden als Übungsstätte. Zugenommen haben aber auch Familientreffen.

Ein weiteres Standbein der Einrichtung ist nach wie vor die Essenversorgung. Neben dem Mittagstisch für jedermann liefern die Mitarbeiter der hauseigenen Küche rund 300 Portionen pro Tag an die Schulen und Kitas in Lenzen und Lanz aus.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen