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3000 Euro für Elbtalschule : Generationen mit grünem Daumen

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Private Schütt-Stiftung aus Berlin gibt 3000 Euro für Projekt in Bad Wilsnack / Elbtalschüler legen mit Senioren einen Garten an

svz.de von
erstellt am 04.Jul.2017 | 21:00 Uhr

Wenn Schüler der Elbtalschule gemeinsam mit Senioren im Awo-Zentrum Blumenkästen mit Studentenblumen bepflanzen, dann ist das geplante Generationenprojekt bereits voll im Gange. Gestern griffen Jung und Alt zu Schaufel, Erde und Setzlingen und lieferten einen Vorgeschmack auf den kommenden Austausch am Blumenbeet. Anlass für das fröhliche Gärtnern ist eine Spende der privaten Schütt-Stiftung aus Berlin in Höhe von 3000 Euro an die Elbtalschüler. Die Schule war auf eine Ausschreibung im Internet aufmerksam geworden, da habe man sich einfach beworben berichtet Schulleiterin Sabine Zander. Mit der Summe ehrt die Stiftung den in Bad Wilsnack gelebten Dialog der Generationen und setzt Anreize für die weitere Arbeit. Angeschafft werden von den Stiftungsgeldern unter anderem ein Gewächshaus, Gartengeräte und das sogenannte Floramobil, ein fahrbares Hochbeet, in dem man auch im Rollstuhl sitzend gärtnern kann.

Durch das Thema „Erzähl’ von früher“ im Sachkundeunterricht kam die Religionslehrerin Karina Eckert auf die Idee, die jüngere mit der älteren Generation zusammen zu bringen. „Die Kinder haben kaum noch Bezug, da viele nicht mehr mit ihren Großeltern zusammenleben“ schildert sie. Es folgten Projektwochen, gemeinsames Basteln ein „Oma-und Opa-Tag“ oder Vorlesen der Kinder im Awo-Seniorenzentrum. Bereits seit vier Jahren wird sowohl im Unterricht als auch am Nachmittag der Kontakt zwischen den Schülern den Senioren geknüpft. „Die Kinder verlieren im Umgang mit den Bewohnern des Zentrums manche Hemmungen“ erklärt Eckert den positiven Effekt. Das habe man in der Bewerbung dargelegt und die Stiftungsgründerin Ute Schütt und ihren Mann Dr. Helmut Risch gleich überzeugt. „Die Schulprojekte liegen uns sehr am Herzen“, so Ute Schütt. Vor einigen Jahren verkaufte die Unternehmerin ihre Anteile an einer Firma und wollte Gutes tun. „Ich habe in meinem Leben viel Glück gehabt und bin mit einem großen Solidarverständnis aufgewachsen“, schildert sie. Die Kluft zwischen Jung und Alt zu überbrücken, das Auseinanderdriften in Zeiten der Mobilität und des demographischen Wandels abzumildern, dafür wolle sie kleine Anreize setzen.

„Heutzutage dreht sich viel um Technik, da ist es doch schön, dass Kinder sich für Gartenarbeit begeistern“, schätzt Christina Nase, Geschäftsführerin der Awo-Seniorenzentren gGmbH in Brandenburg, ein. Dass das Geld aus einer privaten Stiftung und eben nicht aus der öffentlichen Hand kommt, verleiht nach den Worten von Bad Wilsnacks Bürgermeister Hans-Dieter Spielmann der Ehrung ein ganz besonderes Gewicht. Die Schüler sollen sich gewiss sein, dass ihre bisherige und weitere Arbeit „in der Stadt viel Anerkennung“ findet.

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