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Gartenanlage Stadtpark Perleberg : Gemüseanbau für die Tafel

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Ein-Euro-Jobber der LEB bewirtschaften rund 3000 Quadratmeter in der Kleingartenanlage Stadtpark

von
erstellt am 09.Jul.2016 | 14:00 Uhr

Auf rund 3000 Quadratmetern steht in der Kleingartenanlage am Stadtpark alles, was in einem Garten wächst – Radieschen, Möhren, Kohl, Kartoffeln, Zwiebeln und manches mehr, listet Projektleiterin Elke Menz auf. Denn während die anderen Parzellen der Anlage zumeist privat bewirtschaftet werden, agiert hier die Ländliche Erwachsenenbildung. „Seit 2007 bewirtschaften wir hier Flächen“, ergänzt Ausbildungsstättenleiter Mirko Schmahl. Was hier angebaut wird und gedeiht geht an die Tafel. Was dort keine Verwendung findet, kommt in den Tierpark.

Für Frank Köhler und Sabine Plän bringt die Arbeit im großen LEB-Garten zugleich auch ein wenig Geld in die Haushaltskasse. Denn sie sind als Ein-Euro-Jobber hier angestellt und zählen inzwischen schon zu den sprichwörtlichen alten Hasen. „Ich bin wohl das vierte Mal hier“, erzählt Sabine Plän, „ganz freiwillig“, ergänzt sie sogleich. Viele Jahre arbeitete sie in der Geflügelschlachtung in Dergenthin. Mit dem Aus dort kam dieses auch für sie. Seither hangle sie sich von einer Maßnahme zur nächsten. „Die Arbeit im Garten macht wirklich Spaß.“ Täglich radelt sie von Dergenthin aus zur Arbeit. Bei Wind und Wetter. Doch wenn es morgens wie aus Kannen gießt, dann wartet sie den Schauer erst ab. „Die Stunde wird dann dran gehängt, alles kein Problem“, fügt Elke Menz an. „Wenn sie hier durchnässt ankommt, ist auch keinem geholfen.“

Frank Köhler hat viele Berufe gelernt, wie er schmunzelnd erzählt. Fliesenleger, Zerspaner, Heizer und jetzt sei er eben Gärtner. „Ich komme vom Dörp, da hat jeder Haus, Hof und Garten, kennt die Arbeit.“ So ist auch er nicht das erste Mal auf der Parzelle der LEB. „Das hier ist immer noch besser als zuhause rumzusitzen. Hier weiß man am Abend, was man getan hat, und etwas Geld gibt es auch noch.“

Vier Frauen und Männer haben hier die Saison über Arbeit. „Wir hoffen, dass wir auch noch Flüchtlinge als Helfer bekommen. Einen entsprechenden Antrag haben wir gestellt“, so der Ausbildungsstättenleiter. Angeleitet werden dann auch sie von Elke Menz. Als gelernte Agraringenieurin natürlich die Fachfrau. „Und auch die Arbeit mit Ein-Euro-Kräften ist für sie nichts Neues“, ergänzt Mirko Schmahl. Zehn Jahre oblag ihr diese Aufgabe im Verein Löcknitzufer, der alte Sorten Tomaten und Kartoffeln wieder zu neuer Blüte verhalf. Den gibt es nicht mehr. Elke Menz ist aber in ihrem Metier geblieben, „nur dass wir jetzt hier gezielt Gemüseanbau für die Tafel betreiben“. Zugleich ist die Spiegelhagenerin auch der Ansprechpartner in der Außenstelle der LEB Am Hohen Ende.

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