Sicherheitspartnerschaft : Gemeinsam gegen Diebe

Die Pritzwalker Reinhard Mumm, Manfred Blumenthal, Jürgen Buschmann und der Wittenberger Peter Bednaczyk (v.l.) engagieren sich ehrenamtlich für die Sicherheit in ihren Gartensparten .
Foto:
Die Pritzwalker Reinhard Mumm, Manfred Blumenthal, Jürgen Buschmann und der Wittenberger Peter Bednaczyk (v.l.) engagieren sich ehrenamtlich für die Sicherheit in ihren Gartensparten .

Polizei Prignitz setzt weiter auf erfolgreiches Netzwerk

svz.de von
11. Dezember 2014, 12:00 Uhr

Sie gelten seit Jahren als ein verlässlicher Partner der Prignitzer Polizei und haben manchen Einbruch und Diebstahl in Kleingartenanlagen verhindern können: die Sicherheitspartnerschaften. Gestern trafen sich die Partner und Revierleiter der Polizeiinspektion Prignitz in der Perleberger Feuerwehr. „Derzeit pflegen wir elf Partnerschaften mit 39 Partnern von Meyenburg über Wittenberge bis Plattenburg – diesen soll hiermit ein großer Dank ausgesprochen werden“, sagt Peter Schröder, Leiter der PI Prignitz.

Als Teil eines Netzwerkes aus Ordnungshütern und Kriminalkommissionen in den Ämtern und Gemeinden, würden die freiwilligen Helfer das Gefühl von Ordnung und Sicherheit steigern. In Wittenberge waren 15 Sicherheitspartner 181 Mal auf Streifgang. In Perleberg brachten es sechs Bürgerkräfte auf über 200 Stunden und in Pritzwalk, mit einer der größten Gartenkolonie, engagieren sich 18 Gartenfreunde für die Sicherheit ihrer grünen vier Wände. Alles natürlich in Absprache mit der Polizei, denn die Bürgerpatrouille ist weder bewaffnet, noch hat sie hoheitliche Rechte. „Wichtig ist, dass sich die Ehrenamtler vor Antritt bei der Polizei anmelden, damit wir im Notfall reagieren können, wenn sie sich nicht mehr abmelden“, erklärt Schröder weiter.

Auch wenn sie selbst bei Verbrechen auf frischer Tat nicht eingreifen sollen, allein die Präsenz zusätzlicher Kräfte schafft ein Bewusstsein, meint auch der Perleberger Bürgermeister Fred Fischer. „Um es militärisch zu sagen: Lasst uns gemeinsam an der Front kämpfen, um weitere Angriffe zu vermeiden. Lasst uns ein Netzwerk schaffen, das genutzt werden soll, um Straftaten aufzuklären“, motivierte er lautstark die Anwesenden.

Schröder ergänzt, dass auch die Statistik belegt, dass in den Gartenlauben mit Sicherheitskräften weniger oder keine Kriminalität mehr vorhanden sei als im Vergleich zu gänzlich unbewachten Objekten.

Doch auch die Arbeit der Polizei bewährt sich trotz reformierter Struktur weiter. Von den bisherigen insgesamt 226 Einbrüchen und Diebstählen in diesem Jahr, wurden bereits 30 Delikte aufgeklärt. Im Vergleich zu 2012 hat sich die Aufklärungsquote von 6,4 Prozent auf 13,3 Prozent mehr als verdoppelt.

Zukünftig planen die Gartenfreunde in Zusammenarbeit mit der Polizei den vermehrten Einsatz sogenannter „künstlicher DNA“ – einem im UV-Licht leuchtenden Stoff, der Wertgegenstände unsichtbar markiert. Sollte ein Einbrecher also doch einmal Wertgegenstände entwenden, so wird ein Hehlen der gestohlenen Ware erschwert.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen