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Der Prignitzer

25. September 2017 | 08:07 Uhr

Gemeinderat für Deponieplanung

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Trotz strömenden Regens demonstrierten zirka 80 Groß Pankower vor dem Rathaus / Enttäuschung bei BI-Sprecherin von Wolff

svz.de von
erstellt am 04.Jul.2017 | 09:55 Uhr

„Die Bürger, die vor dem Rathaus stehen, möchten unsere Unterstützung. Sie möchten, dass wir weder die Änderung des Teilflächennutzungsplanes noch den Bebauungsplan beschließen“, so der Gemeindevertreter Heiko Baich, der sich als Einwohner und Ortsvorsteher Groß Pankows in der Bürgerfragestunde zu Wort meldet.

Durch ein Spalier von zirka 80 Demonstranten, die trotz strömenden Regens gekommen sind, müssen sich die Abgeordneten der Groß Pankower Gemeindevertretung den Weg ins Rathaus bahnen. Mit Transparenten und ihrem Motto „Schutz statt Schutt“ untermauern die Bürger ihre Forderung, keine Deponie in Luggendorf zuzulassen.

Heiko Baich bittet als Ortsvorsteher den Willen der Bürger zu berücksichtigen. „Ob es der richtige Weg ist oder der falsche, wissen wir nicht“, so Baich. „Aber wir sollten gemeinsam mit der Bürgerinitiative, die sich für eine Ablehnung ausgesprochen hat, an einem Strang ziehen.“ Noch großen Klärungsbedarf sieht auch die Sprecherin der BI, Caroline von Wolff.

Ihr widerspricht Britta Holzhauer, Prokuristin der PS Kieswerke GmbH. Mit dem Abschluss des Betriebsplanes wurden auch die Forderungen des Bergbauamtes erfüllt. Im August werde die noch fehlende Abschlussdokumentation vorgelegt. Caroline von Wolff hat Zweifel und Ängste auf Grund der einst illegal hier abgelagerten Stoffe sowie der Grundwassergefährdung. Ihr läge auch ein Gutachten vor, welches zu anderen Aussagen komme, als jenes, welches der Gemeinde vorliegt. Deshalb sollten erst alle Widersprüche geklärt werden, bevor ein Beschluss gefasst werde. Bürgermeister Marco Radloff versuchte zu beschwichtigen: „Wir wissen doch noch gar nicht, ob die Deponie nach Luggendorf kommt.“ Das werde erst geprüft und durch Landesbehörden dann entschieden. „Niemand will diese Deponie!“, so der Bürgermeister. In der Abstimmung wählten die Abgeordneten die aus ihrer Sicht sichere Seite, sie wollen das gesamte Projekt begleiten können, und das sei nur mit der entsprechenden Planung möglich. Mit 10 Ja- und drei Nein-Stimmen wurden beide Vorlagen bestätigt. Eine herbe Niederlage für die Bürgerinitiative, was Caroline von Wolff anzusehen ist. Doch sie will weitere Schritte prüfen und gibt im Kampf gegen die Deponie nicht auf.

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