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Wir in Sadenbeck : Senioren residieren im Klassenraum

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Altes Schulhaus in Sadenbeck zu einer modernen Pflegeeinrichtung umgebaut

Ein imposantes Gebäude erscheint, wenn man auf den Parkplatz der Senioren Residenz in Sadenbeck fährt. Dass hier früher Kinder die Schulbank drückten, sieht man heute nicht mehr. Die frühere Grundschule hat Adrian Zechser zu einer Seniorenresidenz umgebaut. Baubeginn war vor zehn Jahren. Nicht ohne Stolpersteine und auch nicht ohne Probleme ging das Projekt an den Start.

Eine Schule für Senioren umzubauen, ist kein Kinderspiel, erinnert sich Zechser. Das Gebäude musste umgeplant, der Platz für den Fahrstuhl gefunden werden. So entstanden 46 Pflegeplätze. „Unser Anspruch war und ist es, dem Namen Senioren Residenz wirklich gerecht zu werden. Wir möchten nicht, dass die Senioren sagen, sie müssten jetzt ins Pflegeheim. Wir wollen eine gute Atmosphäre schaffen, den Bewohnern Pflege und Aufmerksamkeit zukommen lassen“, sagt Zechser.

2012 begann der Erweiterungsneubau auf dem Gelände. Anfang 2014 wurde eröffnet. Dann kamen nochmals 41 Plätze dazu, so dass aktuell 87 Senioren von 54 Mitarbeitern betreut werden.

Friseur und Fußpflege kommen ins Haus, auch einen Hausarzt gibt es. Ein Bewohnerrat wurde gegründet. Er macht Vorschläge, was verbessert werden kann und welche Vorhaben umgesetzt werden könnten. Vorsitzender seit 2014 ist Rudi Radtke.

„Eines der ganz tollen Projekte, die wir machen, ist die Zusammenarbeit mit dem Kindergarten. Wir machen Märchenstunden, bei denen die Bewohner den Kindern vorlesen.“ Manche machen sogar in der benachbarten Turnhalle mit den Kindern Sport. „Wir Senioren gehen auch mal in den Kindergarten und spielen dort mit den Kindern oder sie zeigen uns, was sie tolles gebastelt haben“, erzählt Radtke.

Darüber hinaus sei man in der Senioren Residenz eine eingeschworene Gemeinschaft, einer helfe dem anderen und man fühle sich sehr wohl.
In Sadenbeck sorgt man aber auch für den eigenen Nachwuchs an Fachkräften, sagt Adrian Zechser. So werden in diesem Jahr zwei Azubis ihre Ausbildung beenden und anschließend übernommen. Man arbeite mit den Pflegeschulen in der Region aus Pritzwalk, Perleberg und Neuruppin gut zusammen und werde mit der Veränderung des Betreuungsschlüssels in Brandenburg künftig weiteres Personal einstellen. 
 

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erstellt am 13.Jul.2016 | 12:00 Uhr

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