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Wir in Laaslich : Mit Meisterbrief in die Selbstständigkeit

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Im Juni 1999 gründen Michael Bretag und Carsten Höger die Elmont GbR

„Wir sind ja ins kalte Wasser gesprungen, es war ein unbekanntes Terrain, die Gepflogenheiten kannte man nicht“, sagen Carsten Höger und Michael Bretag, die beiden Geschäftsführer der Elmont GbR, die ihren Sitz in Laaslich hat. Das ist 17 Jahre her. Die beiden Elektromonteurmeister gründeten zum 1. Juni 1999 ihre eigene Firma: Elmont steht für Elektromontage. Der 44-jährige Höger war bis dahin, genauso wie sein Kompagnon, bei einer Elektroinstallationsfirma angestellt. Doch die Auftragslage war dort Ende der 90er Jahre nicht mehr so gut. Anfang 1999 standen die beiden vor der Frage: Wie soll es weitergehen? „Wenn du deinen Meister hast, willst du eigentlich nicht mehr für andere arbeiten“, so der Laaslicher Höger, der 1995 mit der Meisterschule anfing. Der Nebeliner Michael Bretag, der im Jahr zuvor seinen Meisterbrief in den Händen hielt, trieb seinen elf Jahre jüngeren Kollegen dazu an. So kamen Anfang 1999 die ersten Überlegungen, sich selbstständig zu machen. Beide Ehepartnerinnen standen dahinter. Dann ging alles ganz schnell.

„Unser Ziel war es, eine Zwei-Mann-Firma zu bleiben“, erklärten beide. Dass es schnell anders kam, damit hatten sie nicht gerechnet. Im Jahr 2000 stellten sie bereits zwei weitere Kräfte ein, 2001 folgte der erste Lehrling zum Elektroinstallateur. Heute beschäftigen Bretag und Höger noch einen weiteren Meister, vier Gesellen, zwei Lehrlinge, zwei Hilfsarbeiter und eine Sekretärin. „Mehr als zwei Lehrlinge geht nicht. Sie müssen ja ausgebildet werden. Wir möchten unseren Lehrlingen auch in der Firma Perspektiven bieten“, sagt der Laaslicher. Doch selbst Lehrlinge zu finden sei schwierig, genauso wie Fachpersonal. „Aber das ist ein grundlegendes Problem“, wissen beide.

Mittlerweile haben sie einen Fuhrpark mit sieben Transportern. „Der erste, den wir uns angeschafft haben, fährt heute noch“, sagt schmunzelnd Michael Bretag. Und sie sind in der Prignitz bekannt. „Die Wohnungsinstallation ist unser Hauptbereich. Und die Region hier unser Hauptgebiet“, sagen die Elmont-Chefs. Neben ihrem Hauptgeschäft installieren sie zudem Antennenanlagen, Datennetzwerke und Alarmanlagen in Kooperation mit anderen Firmen.

„Der Rohbau muss fertig sein. Er zählt als Vorläufer, dann können wir ran.“ So zum Beispiel derzeit beim Awo-Seniorenzentrum in Wittenberge. Diesen Auftrag betreut Michael Bretag. So hat jeder der gleichberechtigten Firmenchefs sein Gebiet. Carsten Höger zum Beispiel kümmert sich um die Aufträge von VW Immobilien aus Wolfsburg. „Da sind wir durch Zufall ran gekommen, und werden seit zehn Jahren von dort immer wieder beauftragt.“

„Als wir anfingen, haben wir uns jeden Tag gesehen, heute nur noch einmal die Woche“, so die beiden. Höger arbeitet vom Firmensitz aus, Bretag von seinem Wohnort Nebelin, wo auch das Materiallager ist. Im Zeitalter des Computers alles kein Problem. Doch auch der Verwaltungsaufwand wurde in den Jahren immer größer. Alleine schafften sie das nicht mehr, so stellten sie vor fünf Jahren eine Sekretärin ein.

In den Wintermonaten, wenn das Hauptgeschäft zurückgefahren wird, bestehen ihre Aufträge aus Prüfungen elektrischer Anlagen. „Diese Aufträge werden immer mehr, da der Gesetzgeber das vorschreibt“, sagt Höger, der genauso wie Bretag bodenständig geblieben ist. „Das wollten wir auch.“ 

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erstellt am 11.Mai.2016 | 10:00 Uhr

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