Wir in Schönfeld : Mit Leib und Seele Landwirt

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Karsten Böhl trat in die Fußstapfen von Großvater und Vater

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02. März 2016, 12:00 Uhr

Wenn von Schönfeld die Rede ist, dann darf die Landwirtschaft nicht fehlen. Zwei Landwirte gibt es heute noch im Dorf – Jürgen Dahse und Karsten Böhl. Sie sind Nachbarn und unterstützen sich gegenseitig.

In und mit der Landwirtschaft ist Karsten Böhl aufgewachsen, hat schließlich auch Agraringenieur/Pflanzenproduktion studiert. Dann kam die Wende und der junge Diplomagraringenieur entschloss sich, fortan Haus, Hof und Acker zu bewirtschaften – im Nebenerwerb. „Am 1. September 1990 haben wir unsere Flächen, die einst in die LPG eingingen, wieder herausgenommen“, erzählt er. Fortan war er Herr über 38 Hektar. Die sind inzwischen auf 300 Hektar Betriebsfläche angewachsen und aus dem Nebenerwerb ist längst ein Haupterwerb geworden, der ihn und seine kleine Familie ernährt. Denn 2012 heiratet der heute 50-Jährige und im vergangenen Jahr wurde Töchterchen Anna Edita geboren.

Mit der Mutterkuhhaltung habe alles begonnen, sein Metier sei nun aber der Feldbau. Doch 24 Stunden reichten oftmals kaum, um all die Arbeit zu bewältigen. Denn wo andere in große, moderne Technik investierten, steckte er das Geld ins Land. Freizeit war ein Fremdwort und auch seine junge Frau sah ihren Mann nur am Arbeiten, entweder auf dem Feld oder aber am Haus. „Aber sie zog mit“, berichtet Karsten Böhl und ist mächtig stolz auf seine Viktoria, die übrigens aus dem russischen Jekaterinburg stammt. Mit Fug und Recht, denn als 2014 ihn eine Hirnblutung komplett aus der Bahn warf, da setzte sich Viktoria auf den Trecker und holte Heu aus Wüsten Buchholz.

Für alles andere holte sich Karsten Böhl Hilfe, erst das Lohnunternehmen Osters und Voß und seit dem vergangenen Jahr ist der Quitzower Jürgen Gerloff von April bis Oktober bei ihm in Lohn und Brot. „Eine sehr gute Fachkraft“, betont der Schönfelder, der mit Leib und Seele Landwirt ist und so eine Familientradition fortsetzt. Denn schon der Ururgroßvater beackerte den Boden. Später waren die Böhls durch ihren Spargelanbau in aller Munde. „Bis 2002 haben wir noch Spargel gestochen“, so Karsten Böhl. Doch der Boden sei zu steinig, der Aufwand zu hoch.

Moderne Technik hat derweil auch auf dem Böhlschen Hof längst Einzug gehalten und die nächsten Investitionen stehen bereits an, verrät der Landwirt.  



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