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Wir in Lindenberg : Lindenberg ist Trinkwasserlieferant

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

25000 Prignitzer hängen an den Leitungen des Wittenberger Ortsteils

svz.de von
erstellt am 02.Dez.2015 | 09:16 Uhr

Auf die Frage: Wie schmeckt Wasser aus Lindenberg?“, können sage und schreibe 25 000 Prignitzer eine Antwort geben. Denn das Wasserwerk an der Chaussee nach Bentwisch fördert und bereitet für so viele Menschen das Trinkwasser auf. Das kostbare Nass wird aus drei Grundwasserleitern gepumpt, die sich zwischen 20 und 150 Metern tief in der Erde befinden.

Das Wasser, muss auf seinem Weg von Perleberg und Weisen Richtung Elbe unterirdisch Lindenberg durchqueren. Das nutzen die Stadtwerke. 13 Brunnen sind rund um das Wasserwerk auf einer Fläche von etwa einem Quadratkilometer verteilt, zapfen die Grundwasserleiter an.

Seit 1959, also mit der Errichtung des Werkes an der Bentwischer Chaussee, trinken die Wittenberger und heute auch die Motricher, Cumlosener, Wentdorfer, Müggendorfer, Weisener und Breeser, Groß Breeser und Schilder Lindenberger Wasser.

„Im Durchschnitt verbraucht jeder Mensch pro Tag 100 Liter, also zehn gefüllt Zehn-Liter-Eimer mit Trinkwasser“, sagen Eveline Geisler als Chefin der Stadtwerke und Christian Kantor, Leiter für den Netzbetrieb Gas/Wasser. Beide benutzen sehr bewusst das Wort vom Verbrauchen, „denn getrunken wird davon das wenigste“. Duschen, baden, kochen, waschen: Für all diese Dinge wird das gereinigte und gefilterte Wasser aus dem Hahn gezapft.

Das in Lindenberg aus der Erde geholte Rohwasser bereitet wenige Probleme, erklären Geisler und Kantor. Wegen des Eisen- und des Mangangehalts wird es, bevor es von den Pumpen im Wasserwerk ins Netz geschickt wird, durch riesige Filterbehälter mit Quarzkies laufen. Sauerstoff wird dazu gegeben. „Am Ende haben wir Trinkwasserqualität“, erklärt Kantor. Und Eveline Geisler fügt an, dass „Trinkwasser das meistkontrollierteste Lebensmittel überhaupt ist“. Und das alles, vergleicht man es mit Wasser aus den Flaschen in Supermärkten, zu dem unschlagbaren Preis von 1,65 Euro pro Kubikmeter.

Wer den Wittenberger Wasserturm kennt, der hat auch den riesigen Stahltank vor Augen, der als Trinkwasserspeicher diente. Kommt das heutige Wasserwerk ohne Vorratsspeicher aus? Nein, sagt Kantor. auf dem Betriebsgelände befinden sich zwei riesige Speicherbecken, das große fasst 5000 Kubikmeter, das kleinere immerhin auch noch 2000. „Damit können wir zu jeder Zeit jeden Bedarf decken“, erklärt Kantor. Auf die Frage, wie es mit einem Blick in das monumentale Becken wäre, schütteln die beiden Stadtwerksvertreter den Kopf. Das geht nur, wenn die Speicher gesäubert werden und einen neuen Anstrich erhalten. Das geschieht im Abstand von zirka zehn Jahren. Ansonsten gilt höchste die Sicherheitsstufe. Die Speicherbecken sind verplombt und mit Alarmanlagen ausgerüstet. Das Gleiche gelte für die Brunnen.

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