Wir in Reckenzin : Kirchendach, der erste große Auftrag

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Vor fünf Jahren wurde die BSS Dach- und Solar GmbH in Reckenzin gegründet

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14. August 2016, 08:00 Uhr

Andre Bachul, Axel Scheer und Andreas Seemann stehen für die Reckenziner BSS Dach- und Solar GmbH. Vor fast fünf Jahren – genauer gesagt zum 1. September 2011 – wagen die drei den Schritt in die Selbstständigkeit. Die beiden Reckenziner Bachul und Scheer arbeiteten in ihren Anfängen als Dachdecker in Groß Warnow. Andreas Seemann, der jüngste aus dem Trio, stieß später dazu. Ihre Wege trennten sich, sowohl der 34-jährige Dachdeckermeister Seemann aus Alt Krenzlin als auch der 46-jährige Klempner- und Dachdeckermeister Bachul versuchten ihr Glück als Einzelunternehmer. Scheer wechselte vom „Dach“ ins Büro zu einer Perleberger Firma. Der Kontakt der drei blieb, und so kam es Anfang 2011 zu der Idee, eine eigene Firma zu gründen. „Wir hatten das Angebot, eine Firma in Dömitz zu übernehmen, haben uns nach einem Termin dort gesagt, das machen wir nicht, wir machen komplett etwas neues“, sagt Axel Scheer. Er ist für das Kaufmännische verantwortlich. Die beiden Handwerksmeister sind vor Ort auf den Baustellen. Ihr Firmensitz ist ein kleines Gebäude an der Bahnlinie in Reckenzin. „Der Standort ist zweitrangig. Das Wichtigste ist, dass wir vernünftiges Werkzeug und Fahrzeuge haben“, so Axel Scheer.

Und der Kaufmann erinnert sich an die Anfänge. Der erste große Auftrag war die Dachsanierung der Sarglebener Kirche. „Da hatten wir sechs Wochen gut zu tun. Ich konnte die Zeit nutzen und Klinken putzen gehen“, so Scheer. Zu Beginn hatten die drei Chefs noch zwei weitere Angestellte. „Die ersten drei Jahren waren sehr schwierig. Es galt ja, sich einen Kundenstamm aufzubauen“, so der Reckenziner. In ihren Anfängen machten sie auch sehr viel mit Solar. „Die Photovoltaikanlagen haben uns über Wasser gehalten.“ Mittlerweile hat sich das Geschäft wieder gewandelt. Bis zu 95 Prozent der Aufträge setzen sich aus Dacharbeiten zusammen. Und ein ganz großes Thema bei der Kundengewinnung sei die Mundpropaganda.

Und Scheer weiß, „die Ansprüche an einen Dachdecker werden immer größer. Sie sind ja fasst schon Energieberater.“ Inzwischen ist der Kundenstamm gewachsen. Die BSS Dach- und Solar GmbH ist mit ihren fünf Transportern in der Region und auch darüber hinaus in Ludwigslust, Schwerin oder Hamburg unterwegs. „Man muss schon aus der Region raus“, betont Scheer. Der 46-Jährige muss auch versuchen, die Wintermonate mit Arbeit abzusichern. „Gar keine Frage, es wird immer ein Saisonberuf bleiben. Aber man bekommt es gut überbrückt. Da bauen wir Dachgeschosse oder Scheunen aus.“ Nur nach Weihnachten heißt es: Drei Wochen Ruhe.

Und „wir“ das sind inzwischen neben den drei Chefs acht Angestellte. Gerade erst haben sie ihren Lehrling, der Mitte Juli seine Prüfung bestanden hat, übernommen. Und in dem kleinen Unternehmen wird ein gutes Betriebsklima groß geschrieben. Dreimal im Jahr wird gemeinsam gefeiert. Gründonnerstag, die Jahrfeier und Weihnachten. „Das haben wir uns auf die Fahne geschrieben und wollen das auch beibehalten.“

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