Wir in Premslin und Glövzin : „Ich wollte immer Maler werden“

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Malermeister Ingo Kuhs aus Premslin machte sich vor 23 Jahren selbstständig

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24. August 2016, 08:00 Uhr

„Ich wollte nicht mehr Angestellter sein, wollte alleine etwas auf die Beine stellen“, sagt der Premsliner Ingo Kuhs. Diese Überlegungen kamen ihm schon während seiner Meisterschule in den Jahren 1990 bis 1992. Im März 1993 war es dann soweit, dass der Malermeister den Schritt in die Selbstständigkeit wagte. Und er sagt über sich: „Ich wollte immer Maler werden. Ich habe nicht die Lehre gemacht, weil man etwas machen musste“, so der 50-Jährige, der in Premslin aufgewachsen ist und 1996 die Möglichkeit hatte, seinen heutigen Firmensitz an der B5 von der Treuhand zu erwerben.

Mitte der 90er Jahre hatte er drei, vier Mann in seinem Betrieb. „Wir hatten damals gut zu tun“, sagt Kuhs. Im Jahr 2000 gründete er mit seinem Mitarbeiter Thomas Dewert eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR). Die beiden waren sozusagen in dieser Gesellschaft jeder für sich ihre eigenen Herren. Zum Dezember 2013 lösten sie die GbR auf, Kuhs agiert seitdem als „Einzelkämpfer“. Und er sagt, dass seit einigen Jahren die Tendenz wieder steigt, „die Leute mehr machen lassen“ und die Auftragsbücher gut gefüllt sind. Sein in den langen Jahren aufgebauter Kundenstamm kommt bis zu 98 Prozent aus dem privaten Bereich und zu 90 Prozent aus der Prignitz. „Es gehört viel Arbeit dazu, sich einen Namen zu schaffen. Na klar gab es in den Jahren auch Zeiten, in denen ich dachte: ,Wärst du doch wieder nur Angestellter’. Aber ich könnte jetzt nicht mehr als Angestellter arbeiten.“

Kuhs hoffe, dass die Auftragslage erst einmal so bleibt, „aber man kann schon gar nicht abschätzen, wie es in einem halben Jahr aussieht“, so der 50-Jährige, der zugibt, dass er wieder Leute einstellen könnte und ihm schon mal die dritte, vierte Hand fehlt. „Aber mit Angestellten ist das nicht so mein Ding. Wenn ich Fehler mache, dafür stehe ich gerade, aber für Fehler anderer…“ Wenn er einen Auftrag hat, den er nicht allein bewältigen kann, wie zum Beispiel Arbeiten an Fassaden, holt er sich andere Einzelmaler dazu.

Und er hat im Laufe seiner Selbstständigkeit seine Einstellung geändert: „Wenn man jung ist, will man sich etwas aufbauen.“ Das hat er geschafft. Mittlerweile, betont er, gibt es für ihn Wichtigeres, als Geld zu scheffeln. „Was ich in acht Stunden nicht schaffe, schaffe ich auch nicht in neun, zehn Stunden“, so Kuhs. Zehn Stunden am Tag inklusive Büroarbeit müssen für den Betrieb reichen. „Da kommt es schon mal vor, dass Kunden anrufen und nach der Rechnung fragen“, erzählt er schmunzelnd.

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