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Wir in Steffenshagen : Hier dringt kein Wasser durch

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Gefinex produziert seit mehr als 30 Jahren Dämmstoffe für die Baubranche

Rund 400 Produkte aus dem Dämmstoffbereich kommen aus dem 200 Seelendorf Steffenshagen. Die 1984 gegründete Firma Gefinex hat hier seit 1991 ihren Sitz in einer ehemaligen Schafzuchtanlage. Der Betrieb gehört zur irischen Kingspan Holding – eine Unternehmensgruppe, die sich auf die Produktion von Baudämmstoffen spezialisiert hat.

Dämmrandstreifen für Estrichfußböden standen einst am Anfang der Produktion. Schritt für Schritt wurde die Produktpalette ausgebaut. Mauerwerk und Häuser sollen vor Feuchtigkeit geschützt werden. „Eines unserer erfolgreichsten Produkte sind hauchdünne Folien, die beidseitig mit einem Flies beklebt sind“, erklärt Werkleiter Klaus Osterholt. Diese Folie werde im Fliesenbereich eingesetzt und kommt unter die eigentlichen Fliesen. Sie soll verhindert, das Wasser ins Mauerwerk eindringt. Was für manchen deutschen Bauherren noch unbekannt sein mag, sei in vielen Ländern bereits Bestandteil der Bauvorschrift, so Klaus Osterholt.

Etwa 100 Mitarbeiter zählt das Unternehmen. Eine schwankende Zahl. Schwächelt die Baubranche, leide die Firma. Es habe immer Höhen und Tiefen gegeben. „Wir sehen aber im Moment sehr positiv in die Zukunft. Unsere Auftragsbücher sind voll, und wenn ich den großen Wohnungsbedarf in Deutschland sehe, bin ich für die nächsten Jahre recht optimistisch.“

Problematisch sieht er die Gewinnung von Nachwuchs und Fachkräften für die Produktion und Verwaltung. „Da geht es uns nicht anders, als vielen anderen Unternehmen in der Region.“ Zusammenarbeit mit Schulen, Teilnahme an Ausbildungsmessen – das Unternehmen lasse keine Chance aus, früh Nachwuchs zu generieren.

Die Produkte werden hauptsächlich aus Polyethylen hergestellt. Der Rohstoff wird als Granulat ins Werk geliefert. Die fertigen Produkte seien so leicht, weil sie mit viel Luft versetzt sind. Spediteure hätten schon mal das Gefühl, ohne Ladung vom Hof zu rollen.

Die Lager sind fast leer. „Das ist ein gutes Zeichen, denn wir produzieren rund um die Uhr. Der geringe Lagerbestand zeigt die hohe Nachfrage“, erklärt Klaus Osterholt. Die meisten Produkte gehen in den Großhandel, werden aber auch direkt zu Systembauunternehmen geliefert. Zielgruppe sei nicht der Heimwerker, sondern Baubetriebe, die ganze Häuser aus einer Hand errichten.  


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