Wir in Weisen : Familie mit Unternehmergeist

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Karte: Stepmap, 123map, OpenStreetMap, ODbL 1.0

Die Wendlands behaupten sich seit 22 Jahren am Markt

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01. Juni 2016, 10:00 Uhr

Präzision spielt im Familienbetrieb Wendland und Co GmbH eine wesentliche Rolle. Die Firma hat sich auf die Herstellung von Werkzeugen und Geräten spezialisiert. „Wir arbeiten im Mü-Bereich“, erklärt Monique Wendland (36), die zusammen mit ihrem Vater Oskar die Geschicke der Firma leitet, bei einem Rundgang durch die Fertigungshalle am Weisener Ortseingang.

Unscheinbar wirkt das Betriebsgelände, dabei ist hier eine Firma mit 20 Mitarbeitern entstanden, deren Werdegang beachtlich ist. Denn Oskar Wendland gründete sein Unternehmen vor 22 Jahren in der heimischen Garage. „Damals war das Geld knapp und ich habe überlegt, was am wenigsten Kosten verursacht“, erinnert er sich. Wendland – geboren in Perleberg und aufgewachsen in Wittenberge – erlernte den Beruf des Werkzeugbauers im Plastmaschinenwerk Schwerin und war dort als Facharbeiter tätig. Bis zur Wende arbeitete er dann im Nähmaschinenwerk in Wittenberge. Noch vor dessen Schließung ging der Handwerker in die alten Bundesländer, bevor er dann den Schritt in die Selbstständigkeit wagte.

Die moderne Produktionshalle, in der heute auch ein großer Fräsbereich mit zahlreichen Maschinen untergebracht ist, wurde 2005 eröffnet. „Wir haben sie dann 2010 vergrößert, weil die Kapazitäten nicht mehr ausgereicht haben“, erinnert sich Oskar Wendland. Das unternehmerische Risiko sei hoch, denn die Firma müsse immer auf dem technischen Stand bleiben, was Investitionen zwangsläufig zur Folge hat. Heute stehen mehr als 50 Maschinen auf dem Betriebsgelände, darunter auch moderne Laser und ein Messraum mit konstanter Umgebungstemperatur. „Hier werden die Maße der angefertigten Stücke überprüft“, so Monique Wendland. Ihr Lebensgefährte André Käding, den sie bald heiraten wird, steht als Produktionsleiter in Verantwortung.

Die Kundschaft sitzt hauptsächlich in Berlin und Norddeutschland. Die Bahn gehört dazu. „Termindruck gehört zum Arbeitsalltag dazu“, sagt Monique Wendland, die die Geschicke im Büro leitet. Gearbeitet wird in einem Zweischichtsystem. Da es für den Rücken angenehmer ist, stehen die Mitarbeiter an den Stationen auf Holzböden. Über die Auftragslage können sich die Wendlands nicht beschweren. Schlechter sieht es da im Moment mit Azubis aus. „Grundsätzlich bilden wir Feinwerkmechaniker und Bürokaufmänner beziehungsweise -frauen aus. Im Moment haben wir eine junge Dame im Büro“, berichtet Oskar Wendland. Für die Fertigung habe es aktuell nicht eine Bewerbung gegeben. „Es wird immer schwieriger, Fachpersonal zu finden.“ Doch nicht nur Vater und Tochter sind beruflich erfolgreich. In Nachbarschaft zur Fertigungshalle betreibt Oskar Wendlands Frau Rita einen Friseursalon.

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