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Karstädt : Gemeinde nimmt Spur von Rasenparkern auf

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Mitarbeiterin Gudrun Alisch ist jetzt auch sporadisch als Politesse unterwegs

svz.de von
erstellt am 31.Aug.2017 | 12:00 Uhr

Wenn Karstädts Gemeindemitarbeiterin Gudrun Alisch im Außendienst auf dem Weg zu einem der 26 gemeindeeigenen Friedhöfe ist, dann hat sie seit Anfang des Jahres auch den Knöllchenblock, Kugelschreiber und eine kleine Digitalkamera mit dabei. Sie hat seit Anfang des Jahres auch die Aufgabe als Politesse übernommen. „Ich mache das aber nur sporadisch, wenn ich regelmäßig als Politesse unterwegs sein würde, würde es ja keinen Sinn mehr machen“, sagt sie augenzwinkernd.

Der Gemeinde geht es darum, erst einmal wieder „ein bisschen Ordnung reinzubekommen“, wie es Ordnungsamtsleiter Sven Steinbeck beschreibt und anfügt: „Wir haben das in den vergangenen Jahren ein bisschen schleifen lassen. Es hat sich ein bisschen eingeschliffen, dass jeder so parkt wie er will.“ Bis 2010 war ehrenamtlich ein Politeur in der Gemeinde unterwegs. Er hatte seinerzeit diese Aufgabe übernommen, da es zu Parkproblemen am Schwimmbad oder an der Ecke Schulstraße kam.

„Uns geht es jetzt mehr um den erzieherischen Effekt, dass sich die Leute an die Parkordnung halten. Wir haben hier in unserer Gemeinde ja nicht die Parkraumbewirtschaftung wie in den Städten“, so Sven Steinbeck und „rein haushaltstechnisch sind die Knöllchen eher nicht relevant.“ So sei die Gemeinde in erster Linie den Rasenparkern oder den Parkern entgegen der Fahrtrichtung auf der Spur. Aber ein Auge drückt Gudrun Alisch schon mal zu. „Ich hatte einen Rasenparker, der hat mir dann aber erklärt, dass er gerade seine Einfahrt pflastert. Da stelle ich doch kein Knöllchen aus.“ Auch wenn jemand mal schnell in die Verwaltung reinspringt, um etwas abzugeben und auf der Seite des Bahnhofs hält, wo parken verboten ist, „werde ich nicht rausrennen und ihm ein Knöllchen verpassen“, meint Gudrun Alisch. Sie darf aber nur Knöllchen auf Gemeindestraßen verteilen, in Wohngebieten darf sie nicht tätig werden.

Bei der Einweisung in ihre neue Aufgabe erhielt Gudrun Alisch Unterstützung der Perleberger Politesse Angela Malorny, die mit ihr durch die Straßen ging, ihr den Tatbestandskatalog erklärte. Dass sie nun auch als Politesse unterwegs ist, kam dadurch, dass sie nicht mehr im Vollstreckungsaußendienst tätig ist. Diese Aufgabe erledigt nun ein WTAZV-Mitarbeiter.

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