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Der Prignitzer

21. November 2017 | 05:48 Uhr

Gemeinde forciert Gewerbegebiet

vom

svz.de von
erstellt am 15.Feb.2013 | 09:03 Uhr

Karstädt | Auf Tempo drückt die Gemeinde Karstädt bei der Schaffung eines neuen Gewerbegebiets zwischen B 5 und der geplanten A 14, für deren Abschnitt Karstädt-Groß Warnow voraussichtlich noch in diesem Jahr der erste Spatenstich erfolgen soll. Ziel ist es, auf der Gemeindevertretersitzung am 21. März den Bauauftrag für das zirka fünf Hektar große Gewerbegebiet zu vergeben. Die Weichen dafür stellte eine Sondersitzung der Abgeordneten am Dienstag.

Sie befanden über Stellungnahmen von Behörden sowie sonstiger Träger öffentlicher Belange und Nachbargemeinden, die im Rahmen einer frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit zum Bebauungsplan "Erweiterung des Gewerbegebiets an der B 5" eingegangen waren. Deren Ergebnisse wurden jetzt abgewogen. Einer der Hauptpunkte beinhaltet einen Mindestabstand von 20 Metern zur Bundesstraße mit Hochbauten jeglicher Art, dessen genaue Einhaltung jedoch erst im Baugenehmigungsverfahren geklärt werden kann.

Ein zweiter Punkt betraf die zu erwartende Lärmentwicklung gegenüber der vorhandenen bzw. planungsrechtlich zulässigen Wohnbebauung. Dazu ließ die Gemeinde ein schalltechnisches Gutachten erarbeiten, um die Einhaltung der Richtwerte zu prüfen. "Es sind Geräuschkontingente ermittelt worden, die einerseits einen ausreichenden Schutz der Wohn-Nachbarschaft vor schädlichen Geräuschen und andererseits ausreichend sind, um nicht lärmintensive gewerbliche Bereiche ansiedeln zu können", erläuterte Bauamtsleiter Bernd Lüdke das Ergebnis. Mit einer Ausgleichsmaßnahme will die Gemeinde einer dritten Auflage nachkommen. Der Naturschutz hatte aufgrund des Vorkommens von Schafstelze und Feldlerche die Anlage von drei sogenannten Lerchenfenstern gefordert. In einem Vertrag der Gemeinde mit der Landgenossenschaft Pröttlin werden nun 2000 Quadratmeter intensives in extensiv genutztes Grünland auf einem gemeindeeigenen Flurstück in der Gemarkung Seetz umgewandelt.

Der geänderte B-Plan-Entwurf soll jetzt in zirka zwei Wochen noch einmal in einem verkürzten Verfahren für 14 Tage öffentlich ausgelegt und den drei Trägern öffentlicher Belange, deren Einwendungen eingearbeitet wurden, zugesandt werden. "Wir hoffen, dass wir zum 21. März den Bebauungsplan beschließen können, damit liegt Satzungsrecht vor und die Gemeinde kann den Bauauftrag auslösen", erklärte Lüdke. Bereits Ende Februar erwartet die Gemeinde den Genehmigungsbescheid für den geänderten Flächennutzungsplan, in den das neue Gewerbegebiet eingearbeitet wurde.

Parallel zu den genannten Verfahren läuft die deutschlandweite Ausschreibung der Bauarbeiten, eingegangen sind bereits zwölf Bewerbungen. Submissionstermin ist der 28. Februar. In den Etat eingestellt hat die Gemeinde für das Gesamtvorhaben, das von EU, Bund und Land gefördert wird und noch in diesem Jahr abzurechnen ist, eine Million Euro. In der Summe sind förderfähige und nicht förderfähige Kosten enthalten.

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