zur Navigation springen

Badefreuden in Wittenberge : Geld für die Rutsche oder den Lift?

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

20 000 Euro stehen zur Verfügung und können für die Prignitzer Badewelt nur einmal ausgegeben werden.

svz.de von
erstellt am 03.Mai.2014 | 12:00 Uhr

Eigentlich soll in diesem Jahr der Lift, mit dem man ins Obergeschoss der Prignitzer Badewelt gelangt, nach Jahren des Stillstands repariert werden. 20 000 Euro hat der Kultur-, Sport- und Tourismusbetrieb (KSTW), zu dessen Verantwortungsbereich die Badewelt gehört, für die Instandsetzung eingeplant. Sollte der Stadthaushalt am Mittwoch beschlossen und dann auch noch von der Kommunalaufsicht genehmigt werden, könnte die Reparatur in Angriff genommen werden.

Könnte... Denn in der Schwimmhalle hat sich ein Problem aufgetan, das dringender und vor allem nachhaltig gelöst werden soll. Metallteile im Treppenbereich der Rutsche korrodieren so stark, „dass aus unserer Sicht ein erneutes Streichen wieder nur eine Lösung auf Zeit wäre“, sagt KSTW-Betriebsleiter Hans-Jürgen Döllefeld. Sinnvoller wäre die Erneuerung der immer wieder rostenden Teile. Döllefeld beziffert die geschätzten Kosten auf knapp 20 000 Euro. Auf den Punkt gebracht steht damit die Frage: Rutsche oder Lift? Denn über mehr als die geplanten 20 000 Euro für die Reparatur wird der KSTW angesichts der sehr angespannten Wittenberger Haushaltslage nicht verfügen können. Auch wenn Bernd Gerhardt (FDP) am Dienstagabend auf der Sitzung des KSTW-Werkausschusses anregte, zu prüfen, ob zusätzliches Geld aus städtischen Rücklagen zur Verfügung steht. Die Mitglieder im Werkausschuss mussten sich eine Meinung bilden, welches der beiden Vorhaben für sie Priorität hat. Dazu verwies der Werkleiter auch auf ein Schreiben aus dem kreislichen Gesundheitsamt. Danach haben Überprüfungen gezeigt, dass das Badewasser durch den Zustand der Rutsche gefährdet werden könnte.

Es sind aber nicht Rost- oder Eiseneinträge, die die Wasserqualität beinträchtigen können. Der Fachmann aus dem Gesundheitsamt erläutert auf „Prignitzer“-Nachfrage, dass auf Rostbelag Bakterien, Vieren und Algen wegen der großen rauen Oberfläche vermehrt wachsen und trotz intensiver Desinfektion schwerer als auf glatten Oberflächen zu beseitigen sind. Es bestünde die Gefahr, dass sie ins Wasser gelangen.

Der Werkausschuss plädiert dafür, aus hochwertigem Stahl Ersatz an der Rutsche zu schaffen. „Den Lift stellen wir zurück, ohne ihn aus den Augen zu lassen“, so Lieselotte Hetze (SPD) auch mit Blick darauf, dass nach der Wahl ein neuer Werkausschuss seine Arbeit aufnimmt.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen