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So sehen Studenten Wittenberge : Gehen Sie mit auf Zukunftssafari

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Angehende Transformation-Designer planen Besonderes und bitten Wittenberger mitzumachen

svz.de von
erstellt am 12.Feb.2016 | 12:00 Uhr

Zehn Studenten, sieben Projekte, jede Menge ungewöhnliche Ideen und die dringende Bitte an die Wittenberger: „Machen Sie mit“. So lässt sich auf einen Nenner bringen, was für den 19. und 20. Februar hier in der Stadt an Besonderem geplant ist.

Die jungen Leute kommen von der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig, studieren dort Transformation-Design. Ein erstmals aufgelegter Studiengang, sagt Vertretungsprofessorin Dr. Saskia Hebert. Das erste Semester der jungen Leute nähert sich dem Ende. Wittenberge haben sich die künftigen Transformation-Designer auserkoren, um in der Stadt und gemeinsam mit ihren Bewohnern die Abschlussarbeiten, also ihre Projekte, zu präsentieren.

Und warum gerade Wittenberge? „Weil die Studenten und die Stadt sich bereits kennen“, sagt Dr. Hebert. Die jungen Leute haben sich im November in die Diskussion eingebracht, wie Wittenberge als Zukunftsstadt aussehen könnte und sollte. Mit Zukunftsvisionen, -ideen und -plänen haben auch die Projekte zu tun, die sie am Donnerstag und Freitag kommender Woche hier verwirklichen und vorstellen.

Davon, wie kreativ die jungen Leute das Ganze angehen, zeugt schon die Idee, sich als „Ministerium für Miniaturinselforschung und Zukunftserprobung“ anzumelden und die Wittenberger zu bitten: Gehen Sie mit auf Zukunftssafari.

Vorgesehen sind Präsentationen, eine Ausstellung, eine Vorstellung und zwei Stadtspaziergänge.

Präsentationen am 19. Februar von 10 bis 12 Uhr im Bürgerzentrum in der Bürgermeister-Jahn-Straße: „Zukunft kommt zusammen“ nennen Deniz Senyurt und Yibo Zhang ihr Brettspiel, das das Verständnis für fremde Kulturen wecken soll. Im „Aufs-Land-Semester“ setzt sich Julia Senft mit Bildungsformaten für den ländlichen Raum auseinander und möchte mit Elbestädtern dazu diskutieren.

Ausstellung am 19. Februar ab 17.30 Uhr im ehemaligen Drucksaal des „Prignitzers“, Wilhelmstraße 4: Hermine Poschmann und Philipp Rösler laden zur Kunstaktion „Volles Brett Farbe“ ein . Schon jetzt gestalten dafür Jugendliche im Gymnasium und an der Montessori-Grundschule Holztafeln mit eigenen Zukunftsperspektiven. Diese fügen sich in der Ausstellung zu einem Ganzen zusammen.

Vorstellung am 19. Februar ab 16.30 Uhr im ehemaligen Safari-Laden am Bismarckplatz: Isabella Kellermeier und Franzisca Rojas-Bergan haben sich von drei Stadtbrachen inspirieren lassen, dazu spezielle Postkarten entwickelt. Die Nutzung dieser Möglichkeitsräume wollen sie mit Elbestädtern diskutieren und das Bewusstsein für Handlungsspielräume schärfen, „für eine alternative nachhaltige Nutzung von Freiräumen“, wie die beiden Studenten ankündigen. Bereits um 14 Uhr beginnt mit Anwohnern der Workshop zu den Häuserlücken. Die Diskussion findet für alle Interessenten ihre Fortsetzung ab 16.30 Uhr im Safari-Laden.

Stadtspaziergang am 20. Februar um 11 und um 14.30 Uhr ab dem Kulturhaus: Kristina Fromm erkundet mit Elbestädtern beim Spazierengehen die verschiedenen Projekte, von ihr „Miniaturinseln“ genannt. Der Gang durch die Stadt ist damit auch eine Art Zukunftssafari. Thomas Kores reicht zum Auftakt der Erkundungsgänge süßes Gebäck. Er sagt, die darin verborgenen Überraschungen sollen für die ungehörten Stimmen von Wittenbergern stehen. An zwei Orten zwischen Bahnstraße und Stern setzt Lucas Kuster akustische Zeichen, die die gewohnte Wahrnehmung irritieren, aufhorchen lassen.

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