Gefahrlos über die Brücke radeln

Bis auf die Schotterschicht wird die Anrampung abgetragen und dann komplett neu aufgebaut.
Bis auf die Schotterschicht wird die Anrampung abgetragen und dann komplett neu aufgebaut.

„Blaues Wunder“ erhält eine neue Zuwegung / Lösung für den Radweg entlang der alten B 189 wird weiterhin angestrebt

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13. August 2015, 13:10 Uhr

Es geschehen noch Zeichen und Wunder: Nachdem der Sanddorn mit seinem Wurzelwerk den Belag der Rad- und Fußgängerbrücke über die B 189 neu im wahrsten Sinne des Wortes komplett gesprengt hat, die Querung seit Jahren zum Wagnis geworden war, tut sich etwas. Das „Blaue Wunder“, wie die Brücke im Volksmund heißt, wird saniert. Endlich, denn angekündigt hatte dies der Landesbetrieb für Straßenwesen seit langem. Immerhin handelt es sich hier um eine Gewährleistungsaufgabe, wie Bauamtsleiter Hagen Boddin betont.

Während der eigentliche Baukörper – Überbau und Widerlager – in Hoheit des Landesbetriebes ist, gehören der Stadt der Brückenbelag und die Zuwegung. Und gerade Letztere war der Stein des Anstoßes. Denn die Stadt wollte diese verständlicherweise nur in einem Top-Zustand übernehmen.

Dafür werde jetzt gesorgt, bestätigt Jörg Winkler, Sachgebietsleiter Konstruktiver Ingenieurbau beim Landesbetrieb für Straßenwesen. Die sogenannten Anrampungen werden bis auf die Schotterschicht abgetragen und dann alles neu aufgebaut inklusive Geländer. Den Abschluss bilde ein Asphaltbelag. „Damit der Sanddorn sich nicht wieder durch den Asphalt fressen kann, wird links und rechts vom Geländer dieses Mal eine Wurzelsperre in den Boden gerammt“, erläutert der Sachgebietsleiter.

In knapp einem Monat, Jörg Winkler rechnet mit Ende September, dürfte alles fertig sein. Der eigentlichen Sanierung gingen aber bereits Arbeiten vor gut einem Jahr voraus, fügt Winkler an. Denn um das Wachstum des Sanddorns entsprechend einzudämmen, musste jener behandelt werden. Das habe man gemacht, „alles ohne Gift“, so Winkler. Das sei auch der Grund, warum es weitaus länger gedauert habe, als gedacht.

Mit der Sanierung des „Blauen Wunders“ ist die Voraussetzung für die touristische Anbindung, ist der Lückenschluss geschaffen. Denn mit der Sperrung des Radweges entlang der B 189 alt suchte die Stadt für die Gänsetour nach einer Alternative. Und die sah bzw. sieht so aus: Die Radler werden im Eichhölzer Weg über das „Blaue Wunder“ auf den Weg hin zum Stadtbetriebshof geleitet. Weiter geht es über einen Waldweg Richtung Schilde, dort über die Brücke, die über die neue B 189 führt, nach Weisen. In Höhe der dortigen Schmiede gelangt man dann wieder auf den ursprünglichen Radweg.

Bis dato war die Brücke aber nicht gefahrlos passierbar, für Radler schon gar nicht. Das hat sich Ende September erledigt. Ad acta gelegt sei damit aber nicht, für den Radweg entlang der B 189 alt, der insbesondere von vielen Pendlern genutzt werde, eine Lösung zu finden, bekräftigt Bauamtsleiter Hagen Boddin. „Mit dem Landkreis und dem Amt Bad Wilsnack/Weisen sind wir hinsichtlich einer Gesamtlösung in der Diskussion.“

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