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Bad Wilsnack : Gaststätte ist ein Streitobjekt

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Zwischen Pächter und der Stadt Bad Wilsnack als Eigentümerin herrscht Eiszeit, verhandelt wird vor Gericht

von
erstellt am 23.Mär.2017 | 11:45 Uhr

Zwischen dem bisherigen Mieter der Dorf-Gaststätte in der Wilhelm-Bleek-Straße und der Stadt Bad Wilsnack als Eigentümerin herrscht Eiszeit. Grund ist das liebe Geld. Eigentlich hatten sich die beiden Parteien vor Gericht auf einen Vergleich geeinigt, „aber im Nachhinein hat der Pächter diesen Vergleich durch seinen Anwalt doch noch abgelehnt“, erklärt Bad Wilsnacks Bürgermeister Hans-Dieter Spielmann.

Stattdessen wollte der Pächter etwa 70 000 Euro von der Gemeinde haben. „Das wäre aber deutlich mehr als der Kaufpreis. Sein Argument ist, dass er das Gebäude baulich aufgewertet hat“, so Spielmann, „aber Rechnungen konnte er uns für seine Änderungsarbeiten teilweise nicht präsentieren.“ Außerdem seien die Baumaßnahmen nicht mit der Gemeinde als Eigentümerin abgesprochen worden. Da für den Kauf des Hauses eine Ratenzahlung vereinbart worden war, stand die Gemeinde noch immer als Eigentümerin im Grundbuch. Unter anderem wurden ein Durchbruch von der Küche in den Keller gemacht und neue Fenster eingesetzt.

Seit Jahren steht das Haus leer, es verfiel immer mehr. Doch in den vergangenen Monaten kam wieder Bewegung in das Thema. Die Kegelbahn wurde von den Klein Lübener Kegelfreunden vor einigen Wochen schon für einen internen Wettbewerb genutzt. Das ist nach Ansicht des bisherigen Mieters, Thomas Scheiblich, aber rechtlich fragwürdig. „Es gibt keine funktionstüchtige Versickerungsgrube, die meiner Meinung nach aber Pflicht ist. Eigentlich darf da noch keiner eine Veranstaltung abhalten. Ich werde diesbezüglich gerichtlich nachhaken“, kündigt Scheiblich auf „Prignitzer“-Nachfrage an.

Gerald Neu, Chef des Ordnungsamtes Bad Wilsnack/ Weisen, erklärt dazu, dass nach seinem Kenntnisstand die Klärgrube funktioniere. „Ich habe auch von unserem Gebäudemanagement nichts gegenteiliges gehört“, so Gerald Neu auf Nachfrage. Dagegen gebe es Probleme mit der Heizung. Bürgermeister Hans-Dieter Spielmann erwähnte diesbezüglich, dass die Anlage in einem „desolaten Zustand“ sei, weil Teile fehlen würden. Thomas Scheiblich streitet das ab, das Heizungssystem sei vollständig und es habe immer funktioniert.

 

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